NRW startet Schutzkonzept-Generator gegen sexualisierte Gewalt im Sport
Klaudia GnatzNRW startet Schutzkonzept-Generator gegen sexualisierte Gewalt im Sport
Neues Instrument gegen sexualisierte Gewalt in Sportvereinen in Nordrhein-Westfalen gestartet
Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat heute in Essen einen „Schutzkonzept-Generator“ vorgestellt – ein neues Tool, das Vereine dabei unterstützen soll, Kinder und jugendliche Sportlerinnen und Sportler besser vor sexualisierter Gewalt zu schützen.
Der Schutzkonzept-Generator funktioniert wie ein interaktiver Fragebogen, der Vereine schrittweise durch zentrale Sicherheitsmaßnahmen führt. Er hilft dabei, mögliche Gefahrenbereiche oder Risikozonen zu identifizieren, in denen es zu Übergriffen kommen könnte. Auf dieser Grundlage können die Vereine präventiv handeln, bevor es zu Vorfällen kommt.
Das Tool bietet einen grundlegenden Rahmen mit klaren Leitlinien, Mindeststandards und praktischen Handlungsempfehlungen. Eine der Maßnahmen sieht vor, dass Trainerinnen und Trainer auf Fahrten mit nur einem Kind verzichten sollten. Solche Regeln sollen potenzielle Täter abschrecken und Missbrauch von vornherein verhindern.
In einer ersten Phase werden rund 600 Vereine das System testen. Gleichzeitig zielt das Konzept darauf ab, das Bewusstsein in den Vereinen zu schärfen – damit sie sensibler für die Gefahr sexualisierter Gewalt im eigenen Umfeld werden.
Der Schutzkonzept-Generator gibt den Vereinen ein strukturiertes Instrument an die Hand, um Sicherheit zu bewerten und zu verbessern. Durch die Umsetzung der Empfehlungen können Sportorganisationen Risiken minimieren und jugendlichen Athletinnen und Athleten ein sicheres Umfeld bieten. Die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um sexualisierte Gewalt im Sport aktiv zu bekämpfen.






