NRW verschärft Kampf gegen schmutzige Holzöfen – doch die Umsetzung stockt
Branko TlustekNRW verschärft Kampf gegen schmutzige Holzöfen – doch die Umsetzung stockt
Nordrhein-Westfalen verschärft Vorgehen gegen alte Holzöfen mit zu hohen Emissionen
Ab Januar 2026 müssen Schornsteinfeger in Nordrhein-Westfalen nicht konforme Öfen melden, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten. Doch fehlt es der Region noch immer an einer rechtlichen Grundlage, um das Verbot wirksam durchzusetzen.
Die Bundesregierung hatte bereits 2010 im Rahmen der Ersten Bundesimmissionsschutzverordnung Regelungen erlassen, um ältere, umweltschädliche Öfen bis Ende 2024 schrittweise abzuschaffen. Dennoch hat Nordrhein-Westfalen bisher weder einen offiziellen Erlass noch eine rechtlich verbindliche Anweisung zur Umsetzung vorgelegt.
Ab dem kommenden Jahr sind Schornsteinfeger im Land verpflichtet, Öfen zu identifizieren und zu melden, die die Emissionsstandards nicht erfüllen. Besitzer, die nach dem 31. Dezember 2024 noch verbotene Geräte nutzen, müssen mit Bußgeldern von bis zu 50.000 Euro rechnen. Kritiker bemängeln, dass das neue System die Kommunen zusätzlich belasten könnte – etwa durch höheren Personalbedarf für die Abwicklung.
Der Druck zu strengeren Kontrollen wächst, während Umweltschützer wie Thomas Mücher von Luft Köln eine Reduzierung der Feinstaubbelastung fordern. Moderne Öfen stoßen deutlich weniger Feinstaub aus als ältere Modelle, doch bleiben Bedenken hinsichtlich der Luftqualität bestehen. Das benachbarte Rheinland-Pfalz setzt eine ähnliche Regelung bereits seit 2018 um.
Ohne formelle Rechtsgrundlage bleibt die Durchsetzung in Nordrhein-Westfalen jedoch ungewiss. Zwar soll das Meldesystem 2026 starten, doch könnten die Städte mit dem zusätzlichen Verwaltungsaufwand überfordert sein. Gleichzeitig drohen Nutzern verbotener Öfen Strafen von bis zu 50.000 Euro.






