NRW-Wähler sorgen sich jetzt mehr um Verkehr als um Migration – und verlieren Vertrauen in die Regierung
Branko TlustekNRW-Wähler sorgen sich jetzt mehr um Verkehr als um Migration – und verlieren Vertrauen in die Regierung
Infrastruktur und Verkehr verdrängen Migration als wichtigste Sorgen der Wähler in NRW
In Nordrhein-Westfalen stehen für die Wähler nun Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr an erster Stelle der politischen Themen – und haben damit die Migration überholt. Eine aktuelle Umfrage zeigt verschobene Prioritäten sowie eine sinkende Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung.
Die NRW-Trendumfrage wurde zwischen dem 22. und 25. Juni durchgeführt und erfasste die Meinungen von 1.139 wahlberechtigten Bürgern per Telefon und Online-Befragung. Die Unterstützung für Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist um drei Prozentpunkte gesunken und liegt nun bei 32 Prozent. Auch die SPD hat Federn lassen müssen und verliert drei Punkte auf 17 Prozent – ein historisches Tief steht bevor.
Die Grünen legen leicht zu und kommen mit einem Plus von zwei Punkten auf 15 Prozent. Gleichzeitig zieht die rechtspopulistische AfD auf 17 Prozent gleich und liegt damit erstmals gleichauf mit der SPD. Die FDP überspringt erneut die Fünf-Prozent-Hürde und gewinnt einen Punkt seit April 2024.
Wirtschaftliche Sorgen nehmen zu: Nur noch 22 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als „sehr gut“ oder „gut“ – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Angst vor Arbeitslosigkeit steigt: 16 Prozent der Beschäftigten fürchten nun um ihren Job, sechs Punkte mehr als zuvor. Zudem passen 25 Prozent der Bürger ihre Reisepläne wegen steigender Kosten an – viele entscheiden sich für günstigere Alternativen oder sagen Reisen ganz ab.
Die Zustimmung zur Landesregierung ist dramatisch gesunken und liegt bei nur noch 42 Prozent, ein deutlicher Rückgang seit Februar. Die Umfrage unterstreicht einen klaren Wandel in den Prioritäten der Wähler, bei denen nun Infrastruktur und wirtschaftliche Ängste die politische Debatte prägen. Diese Entwicklungen gehen einher mit schwankender Parteienunterstützung im Vorfeld künftiger Wahlen.
