17 March 2026, 10:13

NRWs Wälder verlieren 50.000 Hektar in nur fünf Jahren durch Klimawandel und Schädlinge

Titelbild der *American Forestry Magazine* aus August 1915, das illustrierte Bäume, Blumen und Laub in leuchtenden Farben zeigt.

Erholungsdestination, Traumziel, Geduldig - Was gut für den Wald ist - NRWs Wälder verlieren 50.000 Hektar in nur fünf Jahren durch Klimawandel und Schädlinge

Nordrhein-Westfalens Wälder sind in nur fünf Jahren um bis zu 50.000 Hektar geschrumpft. Die schwersten Schäden richteten Borkenkäferplagen und anhaltende Dürreperioden zwischen 2018 und 2020 an. Experten warnen nun, dass der Klimawandel den Rückgang beschleunigt – mit gravierenden Folgen für Wirtschaft und Umwelt.

Am stärksten betroffen ist die Mitte Deutschlands, wo vor allem Fichten und Buchen leiden. Krankheiten wie das Eschensterben, die Rußrindenkrankheit bei Bergahornen sowie Schädlinge wie der Eichenprozessionsspinner und der Asiatische Laubholzbockkäfer breiten sich aus. Diese Bedrohungen übertreffen mittlerweile die Schäden, die einst durch Industrieabgase verursacht wurden.

Die Wälder könnten ihre ursprüngliche Widerstandsfähigkeit nie wiedererlangen. Künftig müssten Fichten möglicherweise schon nach 40 oder 50 Jahren gefällt werden, statt wie früher über 100 Jahre alt zu werden. Um gegenzusteuern, raten Fachleute Waldbesitzern, Laubbäume in Fichtenmonokulturen einzubringen und standortangepasste Arten zu wählen. Von nicht heimischen, krankheitsanfälligen Pflanzen wird abgeraten – ebenso wie von der Entsorgung von Gartenabfällen im Wald.

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Die Freizeitnutzung bleibt zwar weitgehend uneingeschränkt, doch es gibt neue Herausforderungen. Durch E-Bikes und Mountainbikes dringen Besucher in entlegene Gebiete vor, was die Erosion von Wegen beschleunigt. Behörden betonen, dass offener Dialog und geführte Waldspaziergänge helfen können, Konflikte zu entschärfen, bevor sie eskalieren.

Klimawandel, Schädlinge und menschliche Aktivitäten verändern Deutschlands Wälder nachhaltig. Wirtschaftliche Verluste, geschwächte Ökosysteme und eine sinkende Erholungsqualität sind bereits spürbar. Ohne gezielte Gegenmaßnahmen wird sich der Gesundheitszustand der Wälder weiter verschlechtern.

Quelle