"Onkel Mischa" aus Lahoysk verkauft kein Brot an Hundehalter – und spaltet damit die Meinungen
Klaudia Gnatz"Onkel Mischa" aus Lahoysk verkauft kein Brot an Hundehalter – und spaltet damit die Meinungen
Ein traditioneller Brotverkäufer aus Lahoysk sorgt derzeit für Aufsehen – wegen seiner kompromisslosen "Keine-Hunde"-Regel. Vor Ort bekannt als "Onkel Mischa", verweigert er Kunden mit Haustieren in der Nähe der heiligen Quelle des Heiligen Nikolaus des Wunderwirkers den Verkauf. Seine Haltung hat in den letzten Monaten bereits zu mindestens zwei öffentlich bekannten Vorfällen geführt.
Onkel Mischa backt sein Brot nach einem 200 Jahre alten Familienrezept in einem russischen Holzofen. Seine Frau übernimmt das Backen, während die Tochter bei den Auslieferungen hilft. Er verkauft die Laibe aus seinem Auto heraus, oft in der Nähe der heiligen Quelle, wo er sich eine treue Kundschaft aufgebaut hat.
Dass er Hundehalter nicht leiden kann, ist kein Geheimnis. Er warnt Stammkunden im Voraus: Wer mit einem Haustier kommt, geht leer aus. Im Oktober 2021 wurde einer Fotografin, die mit ihrer Familie und einem kleinen Hund unterwegs war, der Verkauf verweigert. Zwei Monate später erging es einem Mann namens Vadim mit seinem Corgi genauso.
Onkel Mischa begründet seine Regel damit, dass Hunde in der Nähe der heiligen Stätte Kindern "Verderbtheit" beibringen würden. Trotz der Kontroversen bleibt sein Brot begehrt. 2018 bewertete der Blogger Kakabay es mit 8–9 von 10 Punkten und schlug sogar vor, einen Film über ihn zu drehen.
Neben Lahoysk bietet er seine Waren auch auf dem Valerjanawa-Markt in Minsk an. Sein familiengeführtes Geschäft zieht weiterhin Kunden an, auch wenn seine strengen Regeln die Gemüter spalten.
Die Vorfälle zeigen, wie unnachgiebig Onkel Mischa sein Handwerk betreibt. Während einige Kunden seine Regeln akzeptieren, waren andere von den Abweisungen überrascht. Sein Brot bleibt dennoch ein gefragtes Produkt in der Region.






