Pamela aus Hartz und herzlich: Mit 86 Euro im Monat durchs Leben kämpfen
Evi NergerPamela aus Hartz und herzlich: Mit 86 Euro im Monat durchs Leben kämpfen
Pamela, eine 59-jährige Frau aus Rostock, ist eine der zentralen Figuren der Dokumentationsreihe Hartz und herzlich. Ihr Leben im Sozialleistungsbezug wird seit Langem von den Kameras begleitet – mit all ihren Kämpfen und kleinen Erfolgen. Nach einer Phase der Obdachlosigkeit wohnt sie mittlerweile in einer eigenen Wohnung, doch finanzielle Not bleibt ihr täglicher Begleiter.
Pamelas Weg war von Unsicherheit geprägt. Einst obdachlos, erhielt sie schließlich mit Unterstützung des Sozialamts eine Wohnung. Eine Fallmanagerin half ihr bei den Wohnungsanträgen und dem Papierkram, nachdem ein geplanter Einzug bei ihrer Freundin Nadin gescheitert war. Um ihre Wohnung einzurichten, sammelt sie weggeworfene Möbel und Gegenstände – sie nimmt, was andere nicht mehr brauchen.
Geld ist knapp. Empfänger von Grundsicherung in Deutschland erhalten in der Regel rund 2.000 Euro vom Jobcenter, doch bei Pamela wird ihre Witwenrente angerechnet. Am Ende bleiben ihr nur 86 Euro im Monat zum Leben. Trotz ihrer eigenen prekären Situation kritisiert sie andere Leistungsbezieher dafür, ihr Geld zu schnell auszugeben.
Auch privat erlebte sie Höhen und Tiefen. Sie lernte Micky kennen, einen weiteren Teilnehmer von Hartz und herzlich, doch ihre Beziehung ist derzeit angespannt. Pamela wünscht sich einen Partner, der ehrlich und klar ist. Kürzlich kaufte sie sich einen Kratzbaum – obwohl sie gar keine Katze besitzt.
Pamelas Situation steht exemplarisch für die anhaltenden Schwierigkeiten vieler Menschen im Sozialleistungsbezug. Zwar hat sie nun ein Dach über dem Kopf, doch ihr geringes Einkommen zwingt sie zu Kreativität und der Inanspruchnahme sozialer Hilfsangebote. Die Dokumentation begleitet sie weiter, während sie sich durch die Herausforderungen des Alltags in Rostock kämpft.






