20 June 2026, 00:12

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland stockt: 11,5 Prozent weniger Neubauten 2025

Gemischte Halbjahresergebnisse in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland stockt: 11,5 Prozent weniger Neubauten 2025

Deutschlands Photovoltaik-Ausbau bremst im ersten Halbjahr 2025 aus

Im ersten Halbjahr 2025 hat sich das Wachstum der Photovoltaik-Kapazitäten in Deutschland verlangsamt. Der bundesweite Zubau belief sich auf rund 7.347 Megawatt – ein Rückgang um 11,5 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2024. Die regionalen Zahlen zeigen dabei unterschiedliche Entwicklungen.

Insgesamt blieb der Kapazitätszuwachs von Januar bis Juni 2025 mit 7.347 Megawatt hinter dem Vorjahreswert von 7.550 Megawatt im ersten Halbjahr 2024 zurück. Bis Ende 2024 war die installierte Leistung auf etwa 8.300 Megawatt gestiegen, wie aus dem Register der Bundesnetzagentur hervorgeht.

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In Nordrhein-Westfalen verzeichnete der Landesverband Erneuerbare Energien (LEE NRW) einen Rückgang des Zubaus um 20 Prozent. Das Land steuerte 940 Megawatt bei – fast die Hälfte weniger als andere Regionen. Baden-Württemberg meldete einen Rückgang um 15 Prozent, wobei das Photovoltaik-Netz dort 988 Megawatt neu installierte Leistung verzeichnete. Die Daten des LEE NRW für das Land wichen jedoch ab und zeigten 1.039 Megawatt, also 51 Megawatt mehr als die lokale Netzstatistik.

Insgesamt lag der Rückgang in Baden-Württemberg bei etwa 10 Prozent und damit leicht über dem Bundesschnitt. Bayern verzeichnete den geringsten Einbruch: Hier sank der Zubau nur um 2 Prozent. Besonders aktiv zeigte sich der Landkreis Biberach, der 127 Megawatt beisteuerte – darunter eine 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen.

Die ersten sechs Monate 2025 bestätigen eine deutliche Verlangsamung beim Photovoltaik-Ausbau in Deutschland. Zwar schnitten einige Regionen besser ab als andere, doch der bundesweite Trend weist auf einen Rückgang bei den Neuinstallationen hin. Während Baden-Württemberg und Bayern geringere Einbußen meldeten, belegen die Gesamtzahlen einen landesweiten Rückschlag.

Quelle