Polizei deckt illegales Glücksspielnetzwerk in Bielefeld mit Waffenfund auf
Klaudia GnatzPolizei deckt illegales Glücksspielnetzwerk in Bielefeld mit Waffenfund auf
Bei einer Razzia in zwei Immobilien in Bielefeld hat die Polizei ein illegales Glücksspielnetzwerk aufgedeckt, das mit einem 55-jährigen Tatverdächtigen in Verbindung steht. Der Mann, gegen den nun ermittelt wird, wurde vernommen und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt, während die Behörden weitere Verbindungen zum Fall prüfen.
Die Aktion fand am 27. Mai 2026 statt und umfasste mehrere Einsatzkräfte der Polizei. Bei der Durchsuchung beschlagnahmten die Beamten in einem der Objekte drei illegale Spielautomaten, ein Wettterminal sowie umfangreiches Glücksspielzubehör.
In den Räumlichkeiten stießen die Ermittler zudem auf eine nicht registrierte, mit PTB-Zeichen versehene Schusswaffe, einen größeren Bargeldbetrag im hohen vierstelligen Bereich und ein LED-Polizeischild. Die Kriminalinspektion 22 bestätigte, dass beide Standorte unrechtmäßig betrieben worden waren.
Dem 55-Jährigen drohen nun Anklagen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen der Organisation illegalen Glücksspiels. Zwar wurde er nach der ersten Vernehmung wieder entlassen, doch die Ermittlungen gegen mögliche weitere Beteiligte laufen weiterhin.
Die Behörden haben Spielautomaten, Bargeld und eine Waffe sichergestellt, die mit dem illegalen Betrieb in Verbindung stehen. Bei einer Verurteilung muss der Beschuldigte mit mehreren Strafverfahren rechnen. Der Fall bleibt weiterhin Gegenstand der Ermittlungen; weitere Festnahmen sind nicht ausgeschlossen.






