PPWR-Studie enthüllt: Fast jedes zweite Unternehmen ist schlecht vorbereitet
Branko TlustekPPWR-Studie enthüllt: Fast jedes zweite Unternehmen ist schlecht vorbereitet
Eine neue Studie zeigt: Fast die Hälfte aller Unternehmen überschätzt ihre Vorbereitung auf die EU-Verpackungsverordnung (PPWR). Die Regelungen, die bis 2030 verbindlich werden, betreffen Hersteller, Händler und Logistikunternehmen in ganz Europa. Doch nur jedes zehnte Unternehmen erfüllt derzeit die grundlegenden Anforderungen für die Einhaltung.
Die gemeinsame Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg offenbart erhebliche Defizite in der Vorbereitung. Unternehmen mit fundierten Kenntnissen der PPWR erreichen eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent, während solche mit begrenztem Verständnis nur auf 36 Prozent kommen.
Zeitmangel, Unsicherheit über die Machbarkeit und hohe erwartete Kosten bleiben die größten Hindernisse. Viele Unternehmen kämpfen zudem mit schlechter Datenqualität und der Herausforderung, Geschäftspartner in die Prozesse einzubinden. Trotz dieser Hürden zeigt die Studie, dass eine bessere Zusammenarbeit und optimierte Datensysteme Effizienzgewinne und Innovationen ermöglichen könnten.
Über 70 Prozent der Befragten forderten klarere, praxisnahe Leitlinien zur Umsetzung der Verordnung. Experten raten, bereits jetzt die Weichen zu stellen – etwa durch die Bereitigung von Datenbeständen, die Definition klarer Verantwortlichkeiten und mehr Transparenz in den Verpackungsportfolios –, um den Übergang zu erleichtern.
Die PPWR wird nach ihrer Einführung mehr Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferketten verlangen. Da derzeit weniger als 10 Prozent der Unternehmen konform sind, unterstreichen die Ergebnisse den dringenden Handlungsbedarf. Firmen, die Daten- und Partnerschaftsprobleme früh angehen, könnten sich bis zum Stichtag 2030 einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.






