25 June 2026, 04:10

RAW-Gelände in Berlin: Kulturszene kämpft um ihr Zuhause

Protest auf dem Ku'damm für den Erhalt der RAW-Gelände

RAW-Gelände in Berlin: Kulturszene kämpft um ihr Zuhause

Die Zukunft des Berliner RAW-Geländes, eines langjährigen kulturellen Zentrums, steht auf dem Spiel. Dutzende Demonstranten versammelten sich vor den Büros der Kurth Gruppe, der Eigentümerin des Areals, unter dem Motto „RAW für alle – Cassiopeia & Co. müssen bleiben“.

Ursprünglich als Wartungsdepot für Reichsbahn-Züge genutzt, entwickelte sich das RAW-Gelände nach dem Fall der Berliner Mauer zu einem lebendigen Ort mit Clubs, Konzertlocations, einem Biergarten, einer Skatehalle, einer Boulderhalle, Lagerhallen, einem Weihnachtsmarkt und einem Flohmarkt.

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Streitpunkt ist, wie viele Wohnungen gebaut werden sollen und wie viele historische Hallen erhalten bleiben. Im Januar beantragte die Kurth Gruppe ein beschleunigtes Baugenehmigungsverfahren für Wohnungsneubauten. Senat und Bezirk lehnten diesen Antrag Mitte Mai ab und warfen dem Unternehmen vor, die soziokulturelle Szene des Geländes zu gefährden.

Einigen Mietern, darunter dem Club Cassiopeia, wurden bereits Räumungsklagen zugestellt. Diese könnten bereits nächste Woche wirksam werden. Benjamin Kiepurning, Mitarbeiter des Cassiopeia, startete eine Petition, in der er die Kurth Gruppe auffordert, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. Weitere Gespräche gelten als entscheidend, um die einzigartige Identität des Ortes zu bewahren.

Das RAW-Gelände bleibt ein zentraler Bestandteil der Berliner Kulturszene. Seine Clubs und Veranstaltungsorte stehen nun vor einer ungewissen Zukunft, während die Gespräche andauern. Das Ergebnis wird zeigen, ob der Ort seinen heutigen Charakter behält oder sich grundlegend verändert.

Quelle