Renate Birkenhauer: Eine Lebensleistung für Sprache und Übersetzung
Klaudia GnatzRenate Birkenhauer: Eine Lebensleistung für Sprache und Übersetzung
Renate Birkenhauer, eine angesehene Lexikografin und Übersetzerin, wurde für ihr lebenslanges Wirken in Literatur und Sprache gewürdigt. Als "Grenzgängerin zwischen den Sprachen" bekannt, spielte sie eine zentrale Rolle bei der Prägung des Europäischen Übersetzerkollegs (EÜK) und gründete einen renommierten Verlag, der sich auf Übersetzungen spezialisiert hat.
Birkenhauers Verbindung zum EÜK begann bereits bei dessen Gründung im Jahr 1978 – dem ersten und größten internationalen Zentrum für literarische und fachliche Übersetzer weltweit. 2005 wurde sie dessen Vizepräsidentin und trug maßgeblich zur Erweiterung seines Einflusses bei. Unter ihrer Führung erlangte das EÜK größere Bekanntheit, wobei zwei seiner Publikationen zu den schönsten Büchern des Jahres gezählt wurden.
1983 gründete sie den Straelener Manuskripte Verlag, einen Verlag, der sich hochwertigen Übersetzungen widmet. Bis zu ihrem Ruhestand 2017 leitete sie den Verlag, der für seine "herausragend edierten Entdeckungen" gefeiert wurde. Ihr Schaffen beschränkte sich jedoch nicht auf die Verlagsarbeit: Sie wirkte auch an bedeutenden Nachschlagewerken mit, darunter "NS-Deutsch: 'Selbstverständliche' Begriffe und Parolen aus der NS-Zeit" und "Thesaurus deutscher Redewendungen". Diese Werke zählen noch heute zu den unverzichtbaren Hilfsmitteln für Übersetzer.
Der Literaturrat ehrte ihren Einfluss und bezeichnete sie als Brücke zwischen den Sprachen. Die Preisverleihung findet am 3. Dezember um 18:00 Uhr im Stadtarchiv Straelen, Kuhstraße 21, statt.
Birkenhauers Karriere umfasst Jahrzehnte der Arbeit in Übersetzung, Lexikografie und Verlagswesen. Ihre Leistungen haben bleibende Spuren hinterlassen, und ihre Nachschlagewerke werden bis heute intensiv genutzt. Die anstehende Zeremonie wird ihre Verdienste um die Förderung des interkulturellen und sprachlichen Austauschs würdigen.






