19 June 2026, 04:08

Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Visier gezielter Angriffe

100+ Angriffe auf deutsche Infrastruktur im Jahr 2025

Sabotagewelle 2025: Deutschlands Verkehrsinfrastruktur im Visier gezielter Angriffe

Deutschlands Verkehrsinfrastruktur verzeichnete 2025 einen deutlichen Anstieg mutmaßlicher Sabotagefälle. Die Behörden registrierten 93 Straftaten, die als gezielte Angriffe eingestuft wurden – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023. Die Vorfälle reichten von Cyberangriffen bis hin zu physischen Manipulationen an Schienenstrecken.

Das Jahr begann mit einer Entgleisung auf einer Güterstrecke zwischen Essen und Oberhausen. Am 12. Januar löste eine Metallklemme auf den Gleisen das Entgleisen des Zuges aus. Kurz darauf sollte ein US-militärischer Konvoi dieselbe Route passieren.

Im Juli führte die prorussische Gruppe NoName057(16) einen DDoS-Angriff auf das S-Bahn-Netz Hannovers durch. Die Störung war Teil eines größeren Musters digitaler Einmischung in Verkehrsnetze.

Im Herbst verübten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin. Diese Taten zählten zu den schwerwiegendsten Vorfällen des Jahres.

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Bis Ende 2025 führte die Kategorie „sonstige Zugehörigkeit“ die Statistik mit 37 Fällen an. Zudem wurden 12 Straftaten unter die neue Rechtsnorm „Agententätigkeit zu Sabotagezwecken“ eingeordnet – eine Klassifizierung, die 2022 und 2023 noch nicht existierte. Drei Männer wurden zudem festgenommen, weil sie mutmaßlich Brand- und Bombenanschläge auf den Güterverkehr geplant hatten.

Die Zahlen des BKA bestätigen eine wachsende Bedrohung für den deutschen Verkehrssektor. Die Sabotageversuche unterschieden sich zwar in ihrer Methode, zielten jedoch durchgehend auf kritische Infrastruktur ab. Der Trend deutet auf erhöhte Risiken für zivile wie militärische Transporte hin.

Quelle