Seniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr und fordert faire Tarife
Klaudia GnatzSeniorenrat warnt vor Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr und fordert faire Tarife
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken wegen der steigenden Kosten im öffentlichen Nahverkehr geäußert. In einer aktuellen Stellungnahme warnte der Verband, dass geplante Fahrpreiserhöhungen ältere Fahrgäste besonders hart treffen würden. Gleichzeitig betonte er die Bedeutung des Erhalts herkömmlicher Ticketoptionen für diejenigen, die mit digitalen Lösungen Schwierigkeiten haben.
Der Rat verwies auf einen Beschluss vom 19. November 2025, in dem faire und transparente Tarife gefordert wurden. Nun befürchtet er, dass höhere Preise für grenzüberschreitende Fahrten die finanziellen Belastungen für Reisende zwischen verschiedenen Kommunen zusätzlich verschärfen würden.
Viele ältere Menschen sind bereits mit hohen Lebenshaltungskosten konfrontiert, und der Rat argumentiert, dass weitere Preiserhöhungen die Situation weiter verschlechtern würden. Er hat den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und seine Tarifpartner aufgefordert, die geplanten Anpassungen zu stoppen oder rückgängig zu machen.
Ein weiteres zentrales Thema ist die Digitalisierung. Der Rat besteht darauf, dass Fahrkartenautomaten, persönliche Schalter und gedruckte Tickets weiterhin verfügbar bleiben müssen. Ohne diese Alternativen, so die Warnung, würde ein rein digitales System viele Senioren daran hindern, den öffentlichen Nahverkehr problemlos zu nutzen.
Ein Ausschluss von Verkehrsleistungen, heißt es in der Erklärung, würde die Selbstständigkeit und Lebensqualität älterer Menschen direkt beeinträchtigen.
Der Appell des Rates erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Fahrpreise im öffentlichen Verkehr steigen sollen. Seine Forderungen konzentrieren sich auf zwei zentrale Punkte: die Verhinderung unangemessener Kosten für grenzüberschreitende Fahrten und die Sicherstellung, dass nicht-digitale Ticketmöglichkeiten erhalten bleiben. Ohne diese Maßnahmen, so die Warnung, werden ältere Fahrgäste zunehmend Schwierigkeiten haben, mobil zu bleiben.






