Vassiliadis fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener
Klaudia GnatzVassiliadis fordert drastische Steuerreformen für Superreiche und Spitzenverdiener
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Gewerkschaft IG BCE, hat weitreichende Steuerreformen vorgeschlagen, die sich gezielt an Spitzenverdiener und Superreiche richten. Seine Pläne umfassen höhere Erbschaftssteuern, die Einführung einer Vermögensabgabe sowie eine Anpassung der Einkommensteuer-Grenzwerte, um die finanziellen Beiträge der wohlhabendsten Mitglieder der Gesellschaft zu erhöhen.
Vassiliadis schlägt vor, die Einkommensgrenze für den Spitzensteuersatz von derzeit etwa 70.000 Euro auf rund 100.000 Euro Bruttojahreseinkommen anzuheben. Gleichzeitig regt er an, den Spitzensteuersatz selbst um zwei bis drei Prozentpunkte zu erhöhen, sodass er über den aktuellen 42 Prozent läge.
Für Personen mit einem Jahreseinkommen von über 200.000 Euro plant er eine neue Vermögenssteuer. Zudem fordert der Gewerkschaftschef höhere Erbschaftssteuern und argumentiert, dass die Reichsten mehr zur Finanzierung öffentlicher Leistungen beitragen sollten.
Obwohl Vassiliadis Widerstand aus der Wirtschaft erwartet, betont er, dass Betriebsvermögen weiterhin geschützt bleiben solle. Stattdessen konzentriert er sich auf eine zusätzliche Abgabe für die Superreichen, um damit zentrale Bereiche wie Infrastruktur und Verteidigung zu finanzieren. Sein Ziel ist es, dass die höchsten Einkommensbezieher stärker zu nationalen Prioritäten beitragen.
Die Vorschläge würden die Steuerpflichten für Spitzenverdiener und vermögende Haushalte grundlegend neu gestalten. Sollten die Pläne umgesetzt werden, könnten erhebliche Mittel in öffentliche Infrastrukturprojekte und die Verteidigung umgelenkt werden. Vassiliadis’ Konzept steht nun zur Debatte unter Politikern und Wirtschaftsvertretern.






