Viersen schickt Feuerwehrfahrzeuge und Hilfe in die ukrainische Partnerstadt Kanew
Klaudia GnatzViersen schickt Feuerwehrfahrzeuge und Hilfe in die ukrainische Partnerstadt Kanew
Die Partnerschaft zwischen Viersen und der ukrainischen Stadt Kanew hat eine weitere Runde lebenswichtiger Hilfe ermöglicht. Im Juli 2025 wurden zwei ausgemusterte Feuerwehrfahrzeuge und ein Sprinter in die Region geschickt, um der Bevölkerung bei schweren Versorgungsengpässen zu helfen. Vor Ort laufen weiterhin Initiativen, um dringende Bedürfnisse zu decken – von der Stromversorgung bis hin zu grundlegender Unterkunft.
Halyna Moskalenko hat kürzlich gegenüber Bürgermeisterin Sabine Anemüller und ehrenamtlichen Helfern die dringendsten Anforderungen Kanews dargelegt. Ganz oben auf der Liste stehen dicke, durchsichtige Folien als Ersatz für zerbrochene Fensterscheiben. Ohne sie müssen die Bewohner auf Sperrholz ausweichen, das Tageslicht abblockt und die Wohnungen in Dunkelheit versetzt.
Die anhaltenden Stromausfälle bleiben ein zentrales Problem. Sie legen medizinische Geräte lahm, unterbrechen die Wasserversorgung und bringen Abwassersysteme zum Erliegen. Um hier Abhilfe zu schaffen, hat der Verein Freunde Kanews eine Spendenaktion speziell für die Wiederherstellung der Stromversorgung gestartet.
Die Unterstützung aus Viersen ist kontinuierlich und gut organisiert. Die beiden Feuerwehrfahrzeuge wurden gemeinsam von der Stadt, dem Verein Freunde Kanews und einem privaten Spender finanziert. Der Sprinter hingegen wurde aus Bundesmitteln bezahlt. Durch regelmäßigen Austausch zwischen den beiden Städten wird sichergestellt, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.
Die Gruppe Freunde Kanews spielt eine Schlüsselrolle bei der Koordination und Aufrechterhaltung zuverlässiger Hilfslieferungen. Ihre Arbeit garantiert, dass Materialien und Ausrüstung kontinuierlich geliefert werden und stärkt so die Verbindung zwischen den Gemeinden.
Die jüngste Lieferung von Fahrzeugen und Materialien ist das Ergebnis monatelanger gezielter Hilfsmaßnahmen. Da Stromausfälle und zerstörte Infrastruktur den Alltag weiterhin prägen, bietet die Partnerschaft zwischen Viersen und Kanew unverzichtbare Entlastung. Spenden und anhaltende Unterstützung bleiben in den kommenden Monaten entscheidend für den Wiederaufbau.






