15 March 2026, 20:21

Viersen steht vor der Pleite: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026 drohen

Ein Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Amerikaner sparen durch Maßnahmen der Biden-Harris-Regierung gegen überhöhte Überziehungs- und Scheckgebühren jährlich 5,5 Milliarden Dollar."

Viersen steht vor der Pleite: 39 Millionen Euro Defizit bis 2026 drohen

Viersen steuert auf eine finanzielle Krise zu: Für 2026 wird ein Defizit von voraussichtlich 39 Millionen Euro erwartet. Ohne grundlegende Änderungen droht der Stadt bis 2031 die Insolvenz. Steigende Ausgaben im Bereich der Jugendhilfe und der Kreisumlagen haben die Lage verschärft, sodass die Verantwortlichen nun Steuererhöhungen als letztes Mittel in Betracht ziehen müssen.

Der Haushaltsentwurf für 2027 sieht mögliche Anhebungen der Grundsteuer (Typ B) oder der Gewerbesteuer vor – falls andere Maßnahmen nicht greifen. Doch Viersen hat bereits jetzt die zweit höchsten Grundsteuersätze für gewerbliche Immobilien in seinem IHK-Bezirk. Ein differenziertes Steuersystem schafft zudem Rechtsunsicherheit, was weitere Erhöhungen unpopulär macht.

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) warnt, dass eine Anhebung der Gewerbesteuer ab 2027 die Wettbewerbsfähigkeit Viersens schwächen würde. Selbst ein Hebesatz von 460 – im regionalen Durchschnitt – würde lokale Unternehmen benachteiligen. Stattdessen fordert die IHK die Stadt auf, den Fokus auf die Ausweisung neuer Gewerbegebiete zu legen, um mehr steuerzahlende Betriebe anzuziehen.

Auch Effizienzsteigerungen stehen zur Debatte. Die IHK sieht Potenzial in der interkommunalen Zusammenarbeit, etwa durch gemeinsame Dienstleistungen und Beschaffung, um Kosten zu senken. Zwar ist der freiwillige Konsolidierungskurs Viersens ein Schritt in die richtige Richtung, doch die Personalkosten steigen weiter und belasten den Haushalt zusätzlich.

Trotz der Herausforderungen sieht die Wirtschaftsförderung der Stadt Chancen in der Entwicklung neuer Gewerbegebiete. Mehr wirtschaftliche Aktivität könnte die Finanzen stabilisieren – doch die Zeit wird knapp.

Die finanzielle Zukunft Viersens bleibt düster: Bis mindestens 2029 werden Defizite erwartet. Ohne strukturelle Reformen oder neue Einnahmequellen könnte die Stadt noch in diesem Jahrzehnt insolvent werden. Die Verantwortlichen müssen nun Steuerpolitik, Sparmaßnahmen und Wirtschaftswachstum in Einklang bringen, um eine tiefere Krise abzuwenden.

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