30 April 2026, 08:13

Vom kasachischen Dorf zur deutschen Meisterschaft: Viktor Neufelds bewegende Geschichte

Schwarz-weiß-Illustration eines Papiers mit der Überschrift "Was ist das Vaterland der Deutschen? Die Rheinwacht von Henry Parker" mit Bildern von Menschen.

Vom kasachischen Dorf zur deutschen Meisterschaft: Viktor Neufelds bewegende Geschichte

Viktor Neufelds Leben umfasst zwei Länder, zwei Kulturen und zwei Leidenschaften. Geboren in Kasachstan, kam er 1991 als Kind nach Deutschland und wurde später ein erfolgreicher Gewichtheber. Heute arbeitet er als Lehrer und Familienvater, findet aber trotzdem noch Zeit, in seinem Sport anzutreten – und zu gewinnen.

Neufeld wuchs in Komsomolez auf, einem Dorf in der Region Kostanay in Kasachstan, das heute Karabalyk heißt. Sein Vater, ein Gewichthebertrainer, brachte ihm den Sport früh näher. Doch Anfang der 1990er-Jahre entschied sich seine deutschstämmige Familie, Kasachstan zu verlassen, um in Deutschland ein neues Leben zu beginnen.

Am 6. Juni 1991 kam er mit der Familie seines Vaters in Dortmund-Nette an. Zwei Jahre später folgten die Verwandten seiner Mutter. Schließlich ließ sich die Familie in Eberbach-Pleutersbach in Baden-Württemberg nieder, wo Neufeld noch heute mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt.

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Von 1998 bis 2016 trat er professionell im Gewichtheben an. Zu seinen größten Erfolgen zählen mehrere deutsche Meistertitel und eine Silbermedaille bei den Junioren-Europameisterschaften. Selbst mit 44 Jahren ist er noch eine Kraft in diesem Sport. In diesem Jahr gewann er die Deutsche Meisterschaft der Masters in der Altersklasse 40 bis 45 Jahre.

Abseits der Wettkampfhalle arbeitet Neufeld als verbeamteter Grundschullehrer. Obwohl er tief in Deutschland verwurzelt ist, hat er seine Wurzeln nicht vergessen. Er hofft, eines Tages nach Kasachstan zurückzukehren, um sich mit seiner Vergangenheit zu verbinden.

Neufelds Weg von einem kleinen kasachischen Dorf bis auf die deutschen Siegerpodeste zeigt sowohl Entschlossenheit als auch Anpassungsfähigkeit. Als Lehrer, Sportler und Familienmensch vereint er mehrere Rollen und bleibt dabei seiner Herkunft verbunden. Seine Geschichte verdeutlicht, wie Sport und Migration ein Leben über Grenzen hinweg prägen können.

Quelle