Wie Kaiser Franz Joseph Helenes Herz brach – und ihr Schicksal besiegelte
Klaudia GnatzWie Kaiser Franz Joseph Helenes Herz brach – und ihr Schicksal besiegelte
Erzherzogin Helene sollte einst Kaiser Franz Joseph I. von Österreich heiraten – doch ihr Leben nahm eine dramatische Wende, als er sich stattdessen für ihre jüngere Schwester Elisabeth entschied. Obwohl sie später selbst eine Ehe einging, prägten Tragödien ihre späteren Jahre.
Im Jahr 1853 hatten Erzherzogin Sophie und Ludovika geplant, Helene mit Franz Joseph an dessen 23. Geburtstag in Ischl zu vermählen. Doch der Kaiser traf während des Besuchs auf Helenes Schwester Elisabeth – und verliebte sich unsterblich in sie. Innerhalb weniger Tage verkündete er seine Verlobung mit Elisabeth und ließ Helene mit gebrochenem Herzen zurück.
Fast fünf Jahre später heiratete Helene Prinz Maximilian von Thurn und Taxis. Die Ehe währte bis 1867, als Maximilian mit nur 35 Jahren an einer Nierenerkrankung starb. Die Trauer vertiefte sich, als auch zwei ihrer Kinder früh verstarben: die Tochter Elisabeth und der Sohn Maximilian. Diese Schicksalsschläge trafen Helene schwer; sie zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und fand Halt im Glauben.
Trotz aller Widrigkeiten blieb Helene ihrer Schwester Elisabeth eng verbunden. Als Helene 1890 im Alter von 56 Jahren an Magenkrebs starb, war Elisabeth an ihrem Sterbebett.
Helenes Leben war geprägt von königlichen Erwartungen und persönlichem Leid. Ihre Ehe mit Prinz Maximilian brachte ihr nur kurze Stabilität, doch Krankheit und Tod rissen ihren Mann und ihre Kinder früh aus dem Leben. Bis zu ihrem Tod 1890 lebte sie zurückgezogen in stiller Andacht – gestützt allein von der Gesellschaft ihrer Schwester.






