31 May 2026, 08:11

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Platz vor Semesterstart

Mangel an Wohnraum bei NRW-Studierenden bleibt bestehen

Wohnungsnot in NRW: Tausende Studierende ohne Platz vor Semesterstart

Tausende Studierende in Nordrhein-Westfalen (NRW) kämpfen darum, vor Beginn des Wintersemesters eine Unterkunft zu finden. Angesichts langer Wartelisten und begrenztem bezahlbarem Angebot steht viele vor einer ungewissen Zukunft – besonders in den wichtigsten Universitätsstädten, wo Plätze in Studentenwohnheimen Mangelware sind.

Besonders prekär ist die Lage in Aachen und Jülich, wo rund 11.000 Studierende auf einen Wohnheimplatz warten. In Bielefeld kann sich die Wartezeit auf bis zu vier Semester erstrecken, während in Siegen 700 Studierende ohne Unterkunft ausharren müssen. Auch in Großstädten wie Köln, Münster und Bonn stehen jeweils zwischen 2.500 und 3.000 Studierende auf den Wartelisten.

Die Mietpreise variieren in der Region stark: In Bielefeld beginnen die Wohnheimzimmermieten bei knapp über 200 Euro im Monat, in Köln liegen sie im Schnitt bei 340 Euro warm. Obwohl sie günstiger sind als private Wohnungen, bleiben die Plätze in den Wohnheimen knapp. Die Studierendenwerke führen als Hauptgründe für den langsamen Neubau den Mangel an bezahlbarem Bauland und unzureichende Fördermittel an.

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Ein möglicher Lösungsansatz in Bonn-Auerberg sieht die Umnutzung eines alten Parkdecks zu Wohnraum vor. Doch das Projekt stockt, da die notwendige Baugenehmigung noch aussteht.

Die Wohnungsnot lässt viele Studierende in NRW ohne sichere Bleibe in das Semester starten. Bei hoher Nachfrage und begrenztem Angebot bleiben die Wohnheime zwar die günstigste Option – doch nur für diejenigen, die überhaupt einen Platz ergattern. Ohne höhere Fördergelder oder schnellere Genehmigungsverfahren für Neubauprojekte wird sich die Knappheit voraussichtlich weiter verschärfen.

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