2.300 Ratinger fliehen vor US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg
Klaudia Gnatz2.300 Ratinger fliehen vor US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg
Amerikanische Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Ratingen entschärft
Eine amerikanische Fliegerbombe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs wurde in der Nacht zum Dienstag in Ratingen erfolgreich entschärft. Die Entdeckung führte zur Evakuierung von 2.300 Anwohnern, darunter auch Bewohner von Seniorenheimen. Einige Geschäfte in der Innenstadt schlossen vorsorglich früher.
Die 225 Kilogramm schwere Bombe war in der Fußgängerzone gefunden worden und blockierte etwa 70 Prozent des Gebiets. Die Evakuierung verzögerte sich aufgrund logistischer Herausforderungen, insbesondere beim Transport der Bewohner aus zwei Pflegeheimen. Marco Overath, Leiter der Krisenintervention, koordinierte den Einsatz.
Die Betroffenen wurden ins Rathaus gebracht, wo einige ältere Personen zusammenbrachen, aber sofort medizinisch versorgt wurden. Die Entdeckung der Bombe weckte bei manchen Senioren schmerzhafte Erinnerungen, doch sie lobten die gut organisierte Reaktion der Behörden. Gegen 1.30 Uhr kehrten alle Heimbewohner in ihre Zimmer zurück. Am nächsten Morgen wurde das Frühstück angepasst, um denen, die zusätzliche Ruhe benötigten, entgegenzukommen.
Die Bombe wurde ohne weitere Zwischenfälle entschärft. Nach der Entwarnung öffneten die betroffenen Geschäfte wieder. Die Behörden bestätigten, dass es keine bleibenden Schäden an der Innenstadt oder der Infrastruktur gab.






