Diakonie Mönchengladbach kämpft seit 50 Jahren gegen Sucht – doch jetzt fehlt das Geld
Branko TlustekDiakonie Mönchengladbach kämpft seit 50 Jahren gegen Sucht – doch jetzt fehlt das Geld
Diakonieverband Mönchengladbach bietet seit fast 50 Jahren Suchthilfe an – jetzt fordert er mehr Anerkennung
Seit fast 50 Jahren leistet der Diakonieverband Mönchengladbach wichtige Arbeit in der Suchthilfe. Nun warnt die Organisation vor einer Unterfinanzierung, die lebenswichtige Angebote gefährdet – allein 2024 wurden dort 918 Menschen unterstützt. Ohne stabile Förderung drohten diese Dienstleistungen wegzubrechen, so der Verband.
Seit 1975 betreibt die Einrichtung in der Mittelstraße 12 in Rheydt eine Beratungsstelle, die bei Abhängigkeiten von Alkohol, Medikamenten und digitalen Medien hilft. Das Team begleitet Betroffene auf dem Weg in Therapien und beugt Eskalationen vor, bevor Krisen entstehen.
Ein offenes Informations- und Motivationsangebot der Beratungsstelle bietet Betroffenen einen geschützten Raum, um sich auszutauschen und erste Schritte in Richtung Veränderung zu wagen. Fachkräfte unterstützen sie dabei, Abhängigkeiten zu erkennen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln.
Doch die Finanzlage wird immer prekärer: Bundesweit können drei Viertel der öffentlich geförderten Suchtberatungsstellen ihre Kosten nicht decken. Der Diakonieverband betont, dass diese Angebote Kriminalität verringern, Bildung fördern und die öffentliche Gesundheit stärken. Ohne sichere Finanzierung drohten diese Effekte verloren zu gehen.
Nun appelliert die Organisation an Politik, Gesellschaft und Medien, die Suchtberatung als zentralen Bestandteil von Gesundheits- und Sozialpolitik anzuerkennen. Nur mit nachhaltiger Förderung ließen sich diese unverzichtbaren Dienstleistungen langfristig sichern.
Der Aufruf kommt zu einer Zeit, in der die Nachfrage nach Suchthilfe unvermindert hoch bleibt. 2024 unterstützte die Beratungsstelle des Diakonieverbands Hunderte von Menschen mit Abhängigkeitsproblemen. Die Forderung nach besserer Finanzierung zielt darauf ab, präventive Angebote zu erhalten und die Gemeinschaft zu stärken.






