700 Menschen demonstrieren in Düren für Freiheit und Solidarität mit Kurdistan
Aneta Wilmsen700 Menschen demonstrieren in Düren für Freiheit und Solidarität mit Kurdistan
Friedensdemo "Freiheit plus Kurdistan" in Düren – Solidarität mit Nordsyrien und dem Irak
Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Kundgebung unter dem Motto "Freiheit plus Kurdistan" statt. Organisiert vom Kurdischen Kulturverein Düren versammelten sich rund 700 Teilnehmende, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen und auf die anhaltenden Konflikte in der kurdischen Region im Nordirak aufmerksam zu machen.
Die Demonstration startete am Kaiserplatz und zog anschließend auf einer vorher abgestimmten Route durch die Innenstadt. Die Polizei war mit einem starken Aufgebot vor Ort, um für Sicherheit zu sorgen und das Versammlungsrecht zu schützen. Die Veranstaltung verlief weitgehend ohne Zwischenfälle und endete gegen 20:00 Uhr mit einer Abschlusskundgebung am Ausgangsort.
Im Nachgang leitete die Polizei zwei Ermittlungsverfahren ein: eines wegen des Verdachts der Beleidigung, ein weiteres wegen versuchter Körperverletzung. Beide Vorfälle blieben isoliert und hatten keine Auswirkungen auf den Gesamtverlauf der Demonstration.
Die Kundgebung steht im Kontext der angespannten Lage im Nordirak, wo seit 2020 Streitigkeiten über Öl-Einnahmen und Autonomierechte die Beziehungen zur Zentralregierung in Bagdad belasten. Aktuelle politische Blockaden – darunter verzögerte Wahlen für das Präsidenten- und Ministerpräsidentenamt – haben die wirtschaftliche Krise verschärft: ausstehende Gehälter und die Angst vor Ressourcenkonflikten verstärken die Instabilität der Region. Zudem herrscht vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen Unsicherheit, wobei Kandidaten wie Fuad Hussein (KDP) eine Schlüsselrolle in den sich verschiebenden Bündnissen spielen.
Die Demonstration in Düren endete ohne größere Störungen, auch wenn die beiden Ermittlungsverfahren zu den Vorwürfen noch laufen. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Solidarität innerhalb der kurdischen Gemeinschaften und spiegelte zugleich die übergeordneten politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen in ihrer Heimat wider.






