Abschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre Stille an der A40 enden
Aneta WilmsenAbschied von der Autobahnkirche Ruhr: 15 Jahre Stille an der A40 enden
Autobahnkirche Ruhr schließt am Samstag für immer ihre Türen
Die Autobahnkirche Ruhr, ein bekannter Rastort für Reisende im Ruhrgebiet, wird an diesem Samstag endgültig geschlossen. 15 Jahre lang bot die Kirche Autofahrern einen Ort der Stille – doch ihre Zukunft bleibt ungewiss, nachdem Pläne für eine Gedenkstätte gescheitert sind.
Die Kirche war als Gast in einer Bochumer Kirchengemeinde untergebracht, deren Gebäude kürzlich an einen privaten Käufer verkauft wurde. Für die Autobahnkirche selbst gibt es jedoch keinen konkreten Interessenten, und Online-Recherchen fördern keine weiteren Details zutage. Ohne Käufer verliert der Raum seine Weihe, sodass christliche Gottesdienste dort künftig nicht mehr möglich sein werden.
Täglich hielten sich etwa 15 Besucher in der Kirche auf, angezogen von ihrer friedvollen Atmosphäre. Ein großes Transparent mit der Aufschrift "Komm zur Ruhe" – von der A40 aus sichtbar – wird am Samstag abgebaut und markiert damit das Ende einer Ära. Zudem veranstaltete die Kirche jährlich einen Gedenkgottesdienst für Verkehrsunfallopfer aus Bochum und der Umgebung.
Eigentlich sollten auf dem Gelände eine Gedenkstätte für Verkehrsopfer entstehen; erste Entwürfe lagen bereits vor. Sogar ein Treffen von Motorradfahrern war für den Tag der Autobahnkirchen 2025 geplant. Doch mit dem gescheiterten Verkauf werden diese Ideen nicht weiterverfolgt. Am Samstagmorgen findet noch eine Abschiedsfeier für die Ehrenamtlichen statt – eine letzte Gelegenheit, um über die Bedeutung der Kirche für die Gemeinschaft nachzudenken.
Mit der Schließung endet eine 15-jährige Tradition als Raststätte für Reisende an der A40. Die Entfernung der Schilder und der Verlust der Weihe bedeuten, dass das Gebäude nicht mehr als Gotteshaus dienen kann. Ohne Käufer oder neue Nutzung bleibt die Zukunft der ehemaligen Autobahnkirche vorerst offen.






