08 February 2026, 10:27

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: 60 Teilnehmer gegen 450 Protestierende

Ein Plakat zeigt eine Gruppe von Menschen, einige bewaffnet, die zwischen Gebäuden mit Rauch im Hintergrund stehen, mit der Aufschrift "New York - Der Kampf zwischen Randalierern und Miliz".

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: 60 Teilnehmer gegen 450 Protestierende

Kleine AfD-Kundgebung in Münster-Coerde – Gegenprotest mit fast 450 Teilnehmern

Am Sonntagmorgen versammelten sich in Münster-Coerde etwa 60 Unterstützer zu einer Kundgebung der AfD. Gleichzeitig bildete sich in der Nähe ein deutlich größerer Gegenprotest mit rund 450 Menschen, die gegen die rechtspopulistische Veranstaltung demonstrierten. Die Polizei sorgte den gesamten Tag über für eine klare räumliche Trennung zwischen beiden Gruppen.

Die AfD-Demonstration begann um 10 Uhr auf dem Hamannplatz unter dem Motto "Kinderschutz statt Gender-Gaga". Redner der Partei, darunter ein Landessprecher, wandten sich an die Anwesenden. Unter den Teilnehmern war auch Linus, ein 22-jähriger Erzieher aus der Umgebung Münsters, der seine Unterstützung für die AfD mit Frust über die Wirtschaftspolitik und die Migrationspolitik begründete. Es sei ungerecht, dass Milliarden ins Ausland flössen, während ältere Menschen in Deutschland kaum über die Runden kämen.

Der Gegenprotest, organisiert von den Bündnissen "Keinen Zentimeter den Nazis" und "Coerde ist bunt", hatte sich bereits ab 9 Uhr am Hohen Heckenweg versammelt. Eve Lyn Gardias, eine Anwohnerin und Mitglied von "Coerde ist bunt", kritisierte die AfD dafür, dass sie Randgruppen für Probleme verantwortlich mache, statt Lösungen anzubieten. Zu den Demonstranten zählten Anhänger lokaler Parteien wie CDU, SPD, Grüne, FDP, Volt und die Linke sowie der Bezirksbürgermeister.

Die Polizei verhinderte direkte Auseinandersetzungen, indem sie die beiden Gruppen strikt voneinander trennte. Die AfD hatte mit einer geringen Beteiligung gerechnet und stieß in der Bevölkerung auf massiven Widerstand.

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Die Veranstaltung zeigte die tiefen Gräben in Münster-Coerde: Während die AfD-Kundgebung deutlich in der Unterzahl blieb, standen lokale Gruppen und Parteien geschlossen gegen die Rechtspopulisten. Die Behörden sicherten den friedlichen Ablauf. Die Präsenz der AfD im Stadtteil bleibt unter den Anwohnern umstritten.