06 May 2026, 12:17

Automatisierte Medikamentenausgabe wird in deutschen Krankenhäusern bis 2030 Pflicht

Weißer Tisch mit einem Pillenschächtelchen, das Pillen enthält, und einem Stethoskop daneben, das Pillenschächtelchen mit Text beschriftet.

Automatisierte Medikamentenausgabe wird in deutschen Krankenhäusern bis 2030 Pflicht

Deutschland treibt die Einführung automatisierter Medikamentenausgabe in Krankenhäusern bis 2030 voran. Einrichtungen, die die Vorgabe nicht erfüllen, müssen mit finanziellen Sanktionen der Krankenkassen rechnen. Der Schritt folgt auf jahrelange Erfolge am Universitätsklinikum Köln, das das System bereits 2018 als erstes einführte.

Das automatisierte System des Kölner Uniklinikums hat bereits deutliche Vorteile gezeigt: Jedes Fach der Maschine enthält verschiedene Medikamente, die einzeln verpackt und mit dem Namen des Patienten, den Arzneimitteldetails sowie der Dosierungsanweisung beschriftet sind. Diese stammen direkt aus der Zentralapotheke und machen so das nächtliche Richten von Tabletten durch das Pflegepersonal überflüssig.

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Die Umstellung ersetzt zudem die herkömmlichen Tablettenboxen mit Sieben-Tage-Fächern. Diese – oft aus Aluminiumfolie gefertigten – Behälter können Keime beherbergen und zusätzlichen Müll verursachen. Die neue Methode füllt die Tabletten stattdessen direkt aus Großpackungen in die Ausgabemaschine, was den Plastikverbrauch insgesamt reduziert.

Nun erweitert das Kölner Klinikum das System auf bis zu 600 Patientenbetten. Ziel ist es, die Arbeitsbelastung des Pflegepersonals zu verringern und gleichzeitig Medikationsfehler zu minimieren. Die Technologie hat sich bereits bewährt, indem sie Zeit einspart, die zuvor für das manuelle Auspacken und Verteilen von Tabletten aufgewendet wurde.

Bis 2030 müssen alle deutschen Krankenhäuser auf die automatisierte Ausgabe umstellen – andernfalls droht der Verlust von Versicherungsgeldern. Die Reform soll die Sicherheit erhöhen, Abfall reduzieren und die Arbeitslast des Personals verringern. Das langjährig erprobte System des Universitätsklinikums Köln dient dabei als Vorbild für die bundesweite Einführung.

Quelle