NRW 2050: Wo die Bevölkerung wächst – und wo sie dramatisch schrumpft
Branko TlustekPrognose: Sauerland verliert Einwohner, Rheinländ verliert - NRW 2050: Wo die Bevölkerung wächst – und wo sie dramatisch schrumpft
Nordrhein-Westfalen (NRW) steht in den kommenden Jahrzehnten vor ungleichmäßigen Bevölkerungsverschiebungen. Bis 2050 werden einige Regionen wachsen, während andere deutlich schrumpfen könnten. Insgesamt könnte das Land bis 2050 eine halbe Million Einwohner verlieren – und bis 2070 sogar doppelt so viele.
Für das Ruhrgebiet wird bis 2050 ein Rückgang der Bevölkerung um fünf Prozent prognostiziert. Auch ländliche Gebiete in Ost- und Südwestfalen werden langfristig mit sinkenden Einwohnerzahlen zu kämpfen haben. Besonders betroffen sein werden der Märkische Kreis mit einem voraussichtlichen Rückgang von 12,5 Prozent und der Kreis Olpe, wo die Bevölkerung um 12,3 Prozent schrumpfen könnte. Auch der Hochsauerlandkreis und Höxter müssen mit einem Bevölkerungsrückgang rechnen – um 9,6 beziehungsweise 9,3 Prozent.
Nicht alle Regionen folgen diesem Trend: Mönchengladbach könnte bis 2050 um 4,3 Prozent wachsen, der Kreis Heinsberg sogar um 4,7 Prozent. Auch Teile des Rheinlands werden voraussichtlich expandieren und damit dem allgemeinen Abwärtstrend im Land entgegenwirken.
Die Veränderungen werden die Demografie NRWs bis zur Mitte des Jahrhunderts prägen. Während einige Städte und Kreise wachsen, stehen viele ländliche Regionen vor einem deutlichen Bevölkerungsrückgang. Insgesamt könnte die Einwohnerzahl des Landes in den nächsten 50 Jahren um bis zu eine Million sinken.






