Bahnhof Löhn wird zum sicheren Ort – doch reicht das gegen die Angst?
Branko TlustekBahnhof Löhn wird zum sicheren Ort – doch reicht das gegen die Angst?
Bahnhof Löhn soll umfassend umgestaltet werden, um langjährige Sicherheitsbedenken zu beheben
Viele Frauen fühlen sich am Bahnhof Löhn – besonders nach Einbruch der Dunkelheit – unsicher, obwohl die Kriminalitätsstatistiken der Polizei niedrige Fallzahlen ausweisen. Das Vorhaben zielt darauf ab, den Bereich in einen einladenderen und sichereren Ort für alle Fahrgäste zu verwandeln.
Seit Jahren beschreiben Frauen aus Löhn den Bahnhof als einschüchternd, sobald es dunkel wird. Andrea Heimbruch, eine Anwohnerin, gibt offen zu, dass es ihr unangenehm ist, nach Sonnenuntergang allein mit dem Zug nach Hause zu fahren. Die weiten, offenen Flächen und die schlechte Beleuchtung verstärken dieses Gefühl der Unsicherheit – dabei handelt es sich bei den meisten gemeldeten Straftaten um Fahrraddiebstähle und nicht um Gewaltverbrechen.
Die Stadt Minden erfasst solche Bedenken bereits über eine sogenannte "Angstkarte", die 68 Orte ausweist, an denen sich Menschen verletzlich fühlen. Der Bahnhof Löhn ist einer davon. Bürgerinnen und Bürger können unsichere Bereiche über ein spezielles Meldesystem anzeigen, sodass ihre Sorgen dokumentiert und bearbeitet werden.
Als Reaktion darauf umfasst die Umgestaltung des Bahnhofs bessere Beleuchtung, eine verbesserte Übersichtlichkeit entlang der Wege sowie zusätzliche Überwachungskameras. Diese Maßnahmen gehen auf Forderungen von Frauen zurück, die sich eine sicherere Umgebung wünschen. Die Bauarbeiten sollen am 20. Februar 2025 beginnen und den ersten Schritt zu einem zugänglicheren und lebendigeren Bahnhof markieren.
Im Mittelpunkt der Umgestaltung stehen praktische Lösungen, um das subjektive Unsicherheitsgefühl am Bahnhof Löhn zu verringern. Zwar bleibt die tatsächliche Kriminalität begrenzt, doch die Aufwertungen sollen einen Ort schaffen, an dem sich Fahrgäste zu jeder Tageszeit sicher fühlen. Das Projekt steht für die größeren Bemühungen der Stadt Minden, öffentliche Sorgen zur Sicherheit in gemeinsam genutzten Räumen ernst zu nehmen und anzugehen.






