Bahnhof Ründeroth wird 2024 endlich barrierefrei – doch mit Einschränkungen
Aneta WilmsenBahnhof Ründeroth wird 2024 endlich barrierefrei – doch mit Einschränkungen
Der Bahnhof Ründeroth in Engelskirchen soll endlich die seit Langem geforderten Barrierefreiheits-Maßnahmen erhalten. Bisher müssen Fahrgäste Treppen steigen, um den Bahnsteig zu erreichen – ein Ärgernis, das seit Jahren für Frust sorgt. Das Projekt, das bereits im vergangenen Sommer hätte umgesetzt werden sollen, wird nun während einer geplanten Streckensperre im Jahr 2024 realisiert.
Ursprünglich war vorgesehen, den barrierefreien Zugang parallel zur neuen Park-and-Ride-Anlage bis 2023 fertigzustellen. Doch nachträgliche Auflagen des Eisenbahn-Bundesamts führten zu Verzögerungen. Nun hat die Deutsche Bahn bestätigt, dass die Arbeiten während der Sperrung der RB25-Linie von Ende März bis Anfang August stattfinden werden.
Nach Abschluss der Bauarbeiten wird der Bahnhof einen stufenlosen Zugang zum Mittelbahnsteig bieten. Doch dieser Fortschritt hat einen Preis: Zwei Übergänge, darunter ein handbedienter, werden dauerhaft geschlossen. Der genaue Zeitplan hängt zudem noch von der Vergabe an ein geeignetes Bauunternehmen ab – bisher steht noch kein Auftragnehmer fest.
Die wiederholten Verzögerungen haben in der Region für Unmut gesorgt, insbesondere weil die Park-and-Ride-Anlage bereits ohne vollständige Barrierefreiheit in Betrieb ging. Als Reaktion darauf hat der Rat von Engelskirchen einstimmig – über alle Fraktionen hinweg – einen Beschluss gefasst, der die Verantwortlichen auffordert, sich stärker für eine zügige Umsetzung einzusetzen.
Die Aufrüstung wird es Rollstuhlfahrern und Menschen mit eingeschränkter Mobilität endlich ermöglichen, den Bahnhof selbstständig zu nutzen. Die Arbeiten sind nun an die Streckensperre 2024 geknüpft, wobei der genaue Beginn noch unklar ist. Bis dahin müssen Anwohner und Pendler auf einen voll barrierefreien Bahnhof Ründeroth warten.






