Bedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme
Klaudia GnatzBedrohung durch Aufspaltung für die Auto-Sparte von Rheinmetall nach Übernahme
Rheinmetalls Automotive-Sparte nach Übernahme vor möglicher Zerschlagung
Rheinmetalls Automotive-Zuliefererdivision steht nach einer Übernahme vor der drohenden Aufspaltung.
- Dezember 2025, 08:26 Uhr
Wirtschaft, Finanzen, Luft- und Raumfahrt
Rheinmetall rückt näher an den Verkauf seiner Automotive-Sparte Power Systems. Seit April führt das Unternehmen Verhandlungen mit zwei Private-Equity-Gesellschaften. Ein endgültiger Deal könnte bereits im ersten Quartal 2026 unterzeichnet werden.
Die Division, die sich auf automotivebezogene Aktivitäten konzentriert, hat Angebote zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Euro erhalten – deutlich unter der früheren Bewertung von Konzernchef Armin Papperger, der den Wert auf rund eine Milliarde Euro schätzte.
Die Gespräche mit zwei namentlich nicht genannten Privatinvestoren haben sich intensiviert, doch bisher hat sich kein Bieter als Favorit herauskristallisiert. Rheinmetall schließt nicht aus, Teile des zivilen Geschäfts zu behalten, wobei die Mira GmbH eine mögliche Option für eine Beibehaltung darstellt.
Ein möglicher Verkauf wirft Fragen zur Zukunft der zivilen Rheinmetall-Standorte auf, darunter das Werk in Neuss. Diese Standorte könnten nach Abschluss des Deals an den neuen Eigentümer übergehen. Investoren sehen kaum Synergien zwischen den Geschäftseinheiten der Sparte, was eine Zerschlagung wahrscheinlicher macht als eine vollständige Übernahme.
Ob Teile des Geschäfts nach dem Verkauf unter der Kontrolle Rheinmetalls verbleiben, hat das Unternehmen bisher nicht bekannt gegeben. Die Aufspaltung der Sparte könnte je nach Strategie des Käufers nach einer Übernahme folgen.
Der Verkaufsprozess soll voraussichtlich Anfang 2026 abgeschlossen werden, wobei die künftige Struktur der Division noch unklar ist. Geht der Deal über die Bühne, übernimmt der neue Investor die Betriebsführung an Schlüsselstandorten wie Neuss. Der endgültige Kaufpreis wird voraussichtlich unter der ursprünglichen Zielmarke von einer Milliarde Euro liegen.






