Beliebter Schulleiter muss trotz Protesten in den Ruhestand gehen
Branko TlustekBeliebter Schulleiter muss trotz Protesten in den Ruhestand gehen
Matthias Landsberg, der 66-jährige Schulleiter der Schiller-Grundschule in Unna-Massen, muss trotz seines Wunsches, weiterzuarbeiten, in den Ruhestand gehen. Eltern und Kollegen wehren sich gegen die Entscheidung, da sie Befürchtungen haben, dass sein Ausscheiden mitten im Schuljahr zu erheblichen Störungen führen könnte. Bisher blieben ihre Bemühungen jedoch ohne Erfolg.
Landsberg leitet die Schule seit 23 Jahren und unterrichtet seit über vier Jahrzehnten. Bekannt für seinen Einsatz, hat er in seiner gesamten Laufbahn nur zehn Krankheitstage in Anspruch genommen. Als er das Renteneintrittsalter erreichte, beantragte er eine Verlängerung seiner Dienstzeit – doch die Behörden lehnten ab.
Der Schulelternrat startete daraufhin eine Petition, die rund 1.000 Unterschriften sammelte. Zudem organisierten sie eine Protestaktion mit dem Argument, dass Landsbergs Abgang der Schule schaden werde. Dennoch besteht die Bezirksregierung darauf, dass sein Ruhestand gesetzlich vorgeschrieben sei – und das, obwohl Nordrhein-Westfalen unter Lehrermangel leidet. Landsberg hat angeboten, in jeder möglichen Funktion zu bleiben, doch auch diese Option wurde ausgeschlossen. Falls er die Schule verlassen muss, könnte er als Sport- und Schwimmlehrer an anderer Stelle eingesetzt werden, je nach Bedarf des Arbeitgebers.
Die Kampagne der Schulfamilie hat das Ergebnis nicht ändern können: Landsberg wird sein Amt als Schulleiter niederlegen, und seine künftige Rolle bleibt ungewiss. Die Entscheidung unterstreicht die strikte Durchsetzung der Ruhestandsregelungen – unabhängig von lokalem Widerstand oder Personalengpässen.






