Bergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus und setzt Zeichen für Vielfalt
Klaudia GnatzBergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus und setzt Zeichen für Vielfalt
Vor dem Rathaus von Bergisch Gladbach weht nun eine neue Flagge – ein deutliches Zeichen gegen Rassismus. Das von Julia Bannenberg gestaltete Banner trägt den Slogan "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!" und markiert den jüngsten Schritt der Stadt zur Förderung von Vielfalt und Inklusion. Die Initiative geht auf eine kürzlich gegründete lokale Gruppe zurück, die nach den Enthüllungen über rechtsextreme Netzwerke im Land aktiv wurde.
Der Verein für Demokratie und Vielfalt Bergisch Gladbach wurde im Mai 2024 ins Leben gerufen. Ausschlaggebend war die Correctiv-Recherche über das rechtsextreme "Potsdamer Treffen", die bundesweit für Aufsehen sorgte. Seither organisiert die Gruppe Kundgebungen und öffentliche Kampagnen, um demokratische Werte in der Stadt zu stärken.
Das Design der Flagge stammt von der Bergisch Gladbacherin Julia Bannenberg. Ihr Entwurf wurde vom Verein übernommen und zur finalen Version weiterentwickelt. Bei einer kürzlichen Zeremonie übergaben die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Brigitta Opiela, Anna Maria Scheerer und Josef Willnecker die Flagge offiziell an die Stadt.
Auch Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen können die Flagge zeigen – der Verein stellt sie gegen eine Spende zur Verfügung und ermöglicht so eine breite Beteiligung an der Aktion. Bergisch Gladbach reiht sich damit in eine Reihe von mindestens fünf weiteren Städten in Nordrhein-Westfalen ein – Detmold, Köln, Gronau, Dormagen und Bottrop –, die seit März öffentlich gegen Rassismus Stellung beziehen. Viele dieser Initiativen fielen mit den Internationalen Wochen gegen Rassismus zusammen.
Die Flagge weht nun dauerhaft am Rathaus und erinnert täglich an das Engagement der Stadt. Ähnliche Schritte in der Region spiegeln das wachsende lokale Bemühen wider, Diskriminierung entgegenzutreten und Vielfalt zu fördern. Die Arbeit des Vereins hat in Bergisch Gladbach bereits zu mehr öffentlichen Diskussionen und Veranstaltungen zu diesen Themen geführt.






