Bergisch Gladbach stoppt Kölner-Dom-Straße-Ausbau nach Bürgerprotesten aus Nittum
Klaudia GnatzBergisch Gladbach stoppt Kölner-Dom-Straße-Ausbau nach Bürgerprotesten aus Nittum
Bergisch Gladbach überarbeitet Pläne für Ausbau der Kölner-Dom-Straße nach Bürgerprotesten aus Nittum
Nach Protesten von Anwohnern aus Nittum überdenkt Bergisch Gladbach seine Pläne für die Umgestaltung der Kölner-Dom-Straße. Wie die Stadt am 16. Januar 2026 mitteilte, werde das ursprüngliche Baukonzept überarbeitet, um Modernisierungsmaßnahmen besser mit den Belangen der Bevölkerung in Einklang zu bringen.
Das Projekt sollte ursprünglich die Verkehrssicherheit erhöhen, Gehwege verbreitern und mehr Grünflächen schaffen. Doch Sorgen vor steigendem Verkehrsaufkommen und Staus veranlassten die Stadt, ihren Ansatz anzupassen. Derzeit werden ein überarbeiteter Zeitplan und eine neue Strategie ausgearbeitet.
Die ersten Bauarbeiten beginnen zwar bereits am Montag, doch in abgemilderter Form: Zunächst wird nur der südöstliche Gehweg erneuert, während beide Fahrspuren offen bleiben. Diese Anpassung erfolgt als Reaktion auf Rückmeldungen aus Nittum, wo Anwohner vor möglichen Verkehrsstaus und Schleichverkehr warnten.
Um die Beeinträchtigungen zu verringern, wird die Stadt die Richtung des Einbahnstraßensystems umkehren. Diese Maßnahme soll die Ampelschaltungen optimieren und Wartezeiten reduzieren. Zudem arbeitet die Verwaltung mit dem Bauunternehmen daran, das Projekt im Zeitplan zu halten. Weitere Schritte umfassen die Sperrung von Abkürzungen über den Nittumer Weg und den Zehntweg, um zu verhindern, dass Umleitungsverkehr die lokale Verkehrsbelastung erhöht. Wann die nächsten Bauabschnitte beginnen oder die vollständige Umstellung des Einbahnsystems erfolgt, steht jedoch noch nicht fest. Auch der nördliche Abschnitt der Kölner-Dom-Straße wird derzeit neu bewertet – die Stadt prüft den Zeitplan und könnte weitere Anpassungen vornehmen. Das übergeordnete Ziel bleibt jedoch unverändert: die Infrastruktur zu modernisieren, ohne den Verkehrsfluss zu beeinträchtigen.
Der überarbeitete Plan trägt den Bedenken der Anwohner Rechnung, setzt die Modernisierung aber schrittweise fort. Gehwegverbreiterungen, Straßenbelagserneuerungen und neue Grünflächen werden realisiert – allerdings in Etappen. Die nächsten Schritte hängen von weiteren Bürgerbefragungen und Verkehrsanalysen ab.






