21 February 2026, 14:25

Betrüger lockt Senioren mit falschen Polizeianrufen in die Falle

Eine alte Visitenkarte mit einem Bild eines Schmuckherstellers und Text, der seine Dienstleistungen beschreibt.

Betrüger lockt Senioren mit falschen Polizeianrufen in die Falle

Ein 26-jähriger Mann muss sich seit dieser Woche vor dem Landgericht Münster wegen seiner mutmaßlichen Beteiligung an einem organisierten Betrugsring verantworten. Die Masche zielte gezielt auf ältere Menschen ab, die unter falschen Vorwänden dazu gebracht wurden, Bargeld und Schmuck herauszugeben. Im Falle einer Verurteilung droht dem Angeklagten eine mehrjährige Haftstrafe.

Die Betrüger gaben sich am Telefon als Polizeibeamte aus und behaupteten, die Wohnungen der Opfer seien von Einbrüchen bedroht. Unter diesem Vorwand überredeten sie die Senioren, ihre Wertsachen zur "sicheren Verwahrung" zu übergeben. Zwei ältere Menschen – eine Frau aus Beckum und ein Mann aus Sendenhorst – fielen auf die Täuschung herein.

Im Laufe der Ermittlungen deckten die Behörden weitere Fälle in Ostwestfalen auf. Der Gesamt-Schaden aus den sechs nachgewiesenen Betrugsfällen beläuft sich auf 162.000 Euro. Der Beschuldigte soll demnach in der Türkei Wohnungen angemietet haben, um von dort aus die betrügerischen Anrufe zu tätigen, während die Beute in Bielefeld eingesammelt wurde.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Prozess sieht vier Verhandlungstage im März vor. Der Angeklagte hat angekündigt, sich im Laufe des Verfahrens vor Gericht zu äußern. Mit einem Urteil ist kurz nach der letzten Sitzung zu rechnen.

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein systematischer Betrug an Senioren in Nordrhein-Westfalen. Bei einem Gesamtschaden von 162.000 Euro wird sich zeigen, ob der Angeklagte eine zentrale Rolle in dem Netzwerk spielte. Eine Verurteilung würde voraussichtlich mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe enden.