24 December 2025, 16:36

Bremen feiert *Die Tödliche Doris* mit einer provokanten Retrospektive ihrer Underground-Kunst

Drei Männer auf einer Bühne bei einem Konzert, mit einer Menge darunter und einer gemalten Wand im Hintergrund.

Bremen feiert *Die Tödliche Doris* mit einer provokanten Retrospektive ihrer Underground-Kunst

Eine neue Ausstellung in Bremen feiert das mutige und spielerische Erbe von Die Tödliche Doris

Die einflussreiche West-Berliner Künstlergruppe Die Tödliche Doris wird in Bremen mit einer Ausstellung gewürdigt, die ihr kühnes und verspieltes Vermächtnis in den Fokus rückt. 1980 von Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen gegründet, verschmolz das Kollektiv Musik, Film und Performance zu einer provokanten Herausforderung künstlerischer Konventionen.

Ursprünglich als Punkband gestartet, erweiterte die Gruppe schnell ihr Schaffen auf Film, Fotografie und Literatur. Ihr Auftritt 1981 beim Festival der genialen Dilettanten in Berlin katapultierte sie an die Seite anderer Underground-Legenden der Zeit. Im Gegensatz zu den raueren Klängen von Bands wie Einstürzende Neubauten setzte Die Tödliche Doris auf einen verspielteren, intellektuelleren Ansatz.

Ihr umstrittenes Filmprojekt Das Leben von Sid Vicious (1983) sorgte für Aufsehen, während ihr Gemälde Die Totalität allen Lebens und alles Darüber Hinaus die Grenzen der bildenden Kunst sprengte. Das Kollektiv lebte davon, Erwartungen zu trotzen, und tauchte immer wieder in unerwarteten kreativen Kontexten auf. Die Retrospektive im Bremer Weserburg Museum – die erste ihrer Art – taucht die Besucher in ihre Welt ein. Kurator Radek Krolczyk beschreibt die Schau als lebendig, mit mehreren gleichzeitig laufenden Super-8-Filmen. Eine Hörstation bietet Schallplatten über Kopfhörer an und verleiht dem Erlebnis eine persönliche Note.

Die Ausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen zeigt, wie nachhaltig die Gruppe die Avantgarde-Kultur geprägt hat. Ihr Werk bleibt ein Zeugnis des experimentierfreudigen Geistes des West-Berliner Underground der 1980er-Jahre. Bis zum Ende der Schau können Besucher ihre Filme, ihre Musik und ihre Kunst erkunden.

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