22 April 2026, 16:22

Bruno, der erste wilde Bär Deutschlands, wird am 26. Juni geehrt

Aufblasbarer Bär mit einem Schild "Berlin gegen Nazis" vor einem Hintergrund aus Bäumen und Wolken.

Bruno, der erste wilde Bär Deutschlands, wird am 26. Juni geehrt

Jährlich am 26. Juni erinnert der Bären-Gedenktag an Bruno, Deutschlands ersten wilden Bären seit über 170 Jahren

An jedem 26. Juni gedachten Naturschützer und Tierfreunde mit dem Bären-Gedenktag des Todes von Bruno, dem ersten wilden Bären, der seit 1835 in Deutschland gesichtet wurde. Der Braunbär, auch als JJ1 bekannt, war 2006 nach seiner Wanderung aus Italien nach Bayern erschossen worden. Der Tag dient heute der Aufklärung über Bären und die mögliche Rückkehr dieser Tiere in die deutschen Landschaften.

Bruno wurde im italienischen Naturpark Adamello-Brenta geboren. 2006 überquerte er die Alpen und betrat als erster wildlebender Bär seit fast zwei Jahrhunderten wieder deutschen Boden. Seine Anwesenheit sorgte für Aufsehen, löste bei Anwohnern aber auch Besorgnis aus.

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Am 24. Juni 2006 stufte die bayerische Behörde Bruno wegen seines Verhaltens als "Problembär" ein. Nur zwei Tage später wurde er in der Nähe des Rotwand im Gebiet Spitzingsee erschossen. Sein Körper wurde präpariert und ist heute im Museum Mensch und Natur in München ausgestellt.

Die Deutsche Wildtier Stiftung initiierte 2007 den Bären-Gedenktag, um über die Wanderbewegungen von Bären zu informieren und die Akzeptanz dieser Tiere in der Bevölkerung zu fördern. Die Veranstaltung knüpft an weitere bärenbezogene Aktionstage an, wie den Winnie-Puh-Tag oder den Internationalen Eisbärentag.

Brunos Tod bleibt ein prägendes Ereignis in der Geschichte des deutschen Wildtierschutzes. Der Bären-Gedenktag thematisiert weiterhin die Herausforderungen des Zusammenlebens von Mensch und Wildtier. Die Initiative sorgt dafür, dass seine Geschichte nicht in Vergessenheit gerät – und wirbt gleichzeitig für mehr Bewusstsein im Umgang mit künftigen Bärenpopulationen.

Quelle