25 March 2026, 20:13

Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zweicent-Münzen durch Rundungsregel

Alte deutsche 5 Kronen-Banknote mit einem Lineal am unteren Ende des Bildes.

Bundesbank plant Abschaffung von Ein- und Zweicent-Münzen durch Rundungsregel

Ein neuer Vorschlag könnte die Art und Weise verändern, wie die Deutschen mit Bargeld bezahlen. Die Bundesbank möchte Bargeldzahlungen auf den nächsten Fünfcent-Betrag runden und damit die Notwendigkeit von Ein- und Zweicent-Münzen abschaffen. Wie aktuelle Umfragen zeigen, befürworten mehr als die Hälfte der befragten Deutschen diese Idee.

Laut dem Plan gäbe es an der Kasse kleine Anpassungen: Ein Artikel für 3,99 Euro würde in bar 4,00 Euro kosten, während 2,02 Euro auf 2,00 Euro abgerundet würden. Die Bundesbank argumentiert, dass dies die Produktions- und Transportkosten für die kleinteiligen Münzen senken würde.

Mehrere europäische Länder wenden bereits ähnliche Systeme an. Die Niederlande, die Slowakei, Irland, Italien, Belgien und Estland runden Bargeldzahlungen ohne strenge gesetzliche Vorgaben. Finnland geht noch einen Schritt weiter: Dort ist das Runden per Gesetz geregelt, und Ein- sowie Zweicent-Münzen werden nicht mehr geprägt. Allerdings hat kein EU-Land diese Münzen vollständig abgeschafft, da dies eine europaweite Maßnahme erfordern würde.

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Bargeld bleibt in Deutschland beliebt – eine Studie der Bundesbank aus dem Jahr 2023 zeigt, dass noch immer die Hälfte aller Ladenzahlungen bar getätigt wird. Einige Supermärkte in Nordrhein-Westfalen bieten bereits jetzt ein Rundungssystem an, allerdings für wohltätige Zwecke: Kunden können ihren Betrag auf den nächsten Zehncent-Betrag aufrunden, wobei der Aufschlag an lokale Projekte gespendet wird.

Würde die Rundungsregel eingeführt, vereinfachte dies Bargeldtransaktionen und senkte die Kosten. Ein- und Zweicent-Münzen würden zwar weiterhin existieren, im Alltag aber deutlich seltener zum Einsatz kommen. Die Änderung brächte Deutschland damit in Einklang mit Praktiken, die in weiten Teilen Europas bereits üblich sind.

Quelle