22 December 2025, 14:26

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Ein Auto mit Textzitaten darunter.

Bundeskartellamt verhängt weniger Bußgelder im Jahr 2025

Bundeskartellamt verhängt 2025 deutlich weniger Bußgelder

Der Kartellwächter verhängte 2025 weniger Strafen wegen Wettbewerbsverstößen – deutlich weniger als im Vorjahr.

  1. Dezember 2025, 06:38 Uhr

Die deutsche Wettbewerbsbehörde Bundeskartellamt hat im Jahr 2025 deutlich weniger Bußgelder verhängt als in den Vorjahren. Die Gesamtstrafen beliefen sich auf rund 10 Millionen Euro – ein deutlicher Rückgang gegenüber den 26 Millionen Euro, die 2024 registriert wurden. Ein einziger Fall machte dabei mehr als die Hälfte der Vorjahresstrafen aus: eine Strafe in Höhe von 6 Millionen Euro gegen den Audio-Spezialisten Sennheiser.

Die vom Bundeskartellamt 2025 verhängten Bußgelder lagen damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahres. Während 2024 noch Strafen in Höhe von 26 Millionen Euro verhängt wurden, sank die Summe 2025 auf etwa 10 Millionen Euro. Die höchste Einzelstrafe – 6 Millionen Euro – traf Sennheiser, weil das Unternehmen Händler unter Druck gesetzt hatte, die Ladenpreise künstlich hochzuhalten.

Die Behörde verzeichnete zudem einen stetigen Zustrom an Hinweisen: Über das Meldesystem gingen 600 anonyme Tipps ein. Moderne Ermittlungsmethoden, darunter IT-gestützte Analysetools, spielten eine zentrale Rolle bei der Aufdeckung von Verstößen. Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts, betonte die anhaltenden Schwierigkeiten, in Kartellverfahren belastbare Beweise zu sammeln. 2023 waren die Strafen mit nur 2,8 Millionen Euro noch niedriger ausgefallen, was auch auf pandemiebedingte Verzögerungen zurückzuführen war. Das Kronzeugenprogramm der Behörde, das Erstinformanten Straffreiheit gewährt, erwies sich weiterhin als wirksames Instrument zur Aufdeckung wettbewerbswidrigen Verhaltens.

Die 10 Millionen Euro an Bußgeldern für 2025 bestätigen den rückläufigen Trend im Vergleich zu den 26 Millionen Euro des Vorjahres. Die 6-Millionen-Strafe gegen Sennheiser war der schwerwiegendste Einzelfall, während das Bundeskartellamt durch den Einsatz digitaler Werkzeuge und Hinweisgeber seine Ermittlungen vorantrieb. Das Kronzeugenprogramm bleibt ein zentraler Bestandteil der Strategie, um Kartellabsprachen aufzudecken.

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