Caritas Dortmund und Diakonie Stetten führen bei Löhnen und Arbeitszufriedenheit im Sozialsektor
Evi NergerCaritas Dortmund und Diakonie Stetten führen bei Löhnen und Arbeitszufriedenheit im Sozialsektor
Ein neuer Vergleich der Löhne und Arbeitszufriedenheit im deutschen Sozial- und Gesundheitssektor zeigt klare Spitzenreiter. Die Caritas Dortmund sticht mit den Gehältern in der frühkindlichen Bildung hervor, während die Diakonie Stetten die höchsten Pflegegehälter bietet. Beide Organisationen liegen zudem bei Unternehmens kultur und Mitarbeiterzufriedenheit deutlich über dem Branchendurchschnitt.
Laut dem Tarifabkommen von 2020 stiegen die Gehälter in sozialen und gesundheitlichen Berufen nach TVöD im April 2021 um 1,4 Prozent und im April 2022 um 1,8 Prozent. Hinzu kamen steuerfreie Corona-Zuschläge zwischen 300 und 600 Euro sowie Pflegezulagen von 70 bis 120 Euro. Frühere Erhöhungen umfassten 3,1 Prozent im April 2019 (TV-L) und 1,06 Prozent im März 2020, nachdem es bereits 2014 und 2015 nach TVöD Anstiege von 3,0 bzw. 2,4 Prozent gegeben hatte.
Bei der Caritas Dortmund variieren die Durchschnittsgehälter stark: Hauswirtschaftsleiter verdienen etwa 26.900 Euro jährlich, während Pflegedienstleitungen bis zu 62.300 Euro erhalten. Die Organisation führt bei den Löhnen für Erzieher in der Frühpädagogik und verzeichnet eine Gehaltszufriedenheit von 75 Prozent – 17 Prozentpunkte über dem Branchenschnitt. Mit einem kununu-Score von 4,5 Sternen und einer Weiterempfehlungsrate von 93 Prozent spiegelt sich die starke Unternehmenskultur wider, die 19 Prozent über dem Durchschnitt liegt.
Die Diakonie Stetten glänzt bei den Pflegegehältern: Pflegehelfer verdienen hier 33.500 Euro, Marketingdirektoren bis zu 89.700 Euro. Die Gehaltszufriedenheit liegt bei 67 Prozent – neun Punkte über dem Schnitt. Mitarbeiter loben besonders das Vertrauen und die Teamarbeit, was der Organisation eine Kultur-Bewertung von 4,1 Sternen einbringt, 14 Prozent über dem Durchschnitt. Ein kununu-Score von 4,3 Sternen und eine Weiterempfehlungsrate von 84 Prozent unterstreichen die Attraktivität des Arbeitgebers.
Die Johanniter-Unfall-Hilfe weist eine größere Gehaltsspanne auf – von 29.600 Euro für Fahrer bis zu 91.200 Euro für kaufmännische Direktoren. Die Gehaltszufriedenheit entspricht jedoch mit 56 Prozent dem Branchendurchschnitt. Die Organisation erreicht einen kununu-Score von 3,4 Sternen bei einer Weiterempfehlungsrate von 65 Prozent.
Die Daten zeigen, dass Caritas Dortmund und Diakonie Stetten sowohl bei den Löhnen als auch bei der Arbeitskultur zu den besten Arbeitgebern im deutschen Sozial- und Gesundheitsbereich zählen. Ihre Gehälter und Mitarbeiterbewertungen übertreffen viele Wettbewerber. Zudem haben die jüngsten Tariferhöhungen und Sonderzahlungen die Einkommen der Beschäftigten unter TVöD-Verträgen weiter gesteigert.






