06 February 2026, 00:27

Cédric Brunner bricht sein Schweigen: Alkohol als Flucht aus dem Profifußball-Druck

Ein Mann in einem roten T-Shirt trinkt aus einer Flasche, während er auf einem Fußballfeld steht.

Cédric Brunner bricht sein Schweigen: Alkohol als Flucht aus dem Profifußball-Druck

Der ehemalige Profifußballer Cédric Brunner hat offen über seinen langen Kampf mit dem Alkohol nach dem Ende seiner Karriere gesprochen. Der 30-Jährige, der im Januar 2025 seinen Rücktritt bekannt gab, enthüllte, dass er seit 2022 keinen Monat mehr ohne Alkohol verbracht habe – und davor 14 Jahre lang ebenfalls nicht. In einem ehrlichen Instagram-Beitrag schilderte er, wie er mit Alkohol den Druck des Spitzensports zu bewältigen versuchte.

Brunner spielte sechs Jahre lang in Deutschland und bestritt 86 Bundesliga-Partien, in denen er zwar kein Tor erzielte, aber zwei Vorlagen gab. Ein Höhepunkt seiner Laufbahn war 2020, als er Arminia Bielefeld beim Aufstieg in die erste Liga unterstützte. Doch er erlebte auch Rückschläge, darunter Abstiege mit Bielefeld und dem FC Schalke 04.

Verletzungen beendeten seine letzte Profisaison vorzeitig: Leistenprobleme hielten ihn in der Spielzeit 2023/24 monatelang außer Gefecht. Nach seinem Karriereende gestand Brunner, dass übermäßiger Alkoholkonsum für ihn eine Methode gewesen sei, nach Spielen "abzuschalten" – vor allem, um mit Leistungsangst umzugehen. Mittlerweile kickt er bei einem Amateurverein in der Schweiz und hat sich erstmals seit über einem Jahrzehnt zur Nüchternheit verpflichtet.

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In seinem Instagram-Post beschrieb er Alkohol als Bewältigungsstrategie während seiner Zeit bei Schalke und Bielefeld. Der Verteidiger setzt mit seinem Entschluss, auf Alkohol zu verzichten, einen deutlichen Schnitt und konzentriert sich nun auf eine persönliche Neuorientierung abseits des Profisports.

Brunner beendete im frühen Jahr 2025 eine Karriere, die sowohl Aufstiege als auch Abstiege umfasste. Seine öffentliche Auseinandersetzung mit Alkoholproblemen gibt einen seltenen Einblick in die psychischen Belastungen von Profisportlern. Seit seinem Rückzug aus dem Fußball priorisiert er ein Leben in Nüchternheit und einen Neuanfang im Amateurbereich.