Chaos beim BVB-Spiel: 16 Festnahmen und 152 Stadionverbote nach Fan-Ausschreitungen
Aneta WilmsenChaos beim BVB-Spiel: 16 Festnahmen und 152 Stadionverbote nach Fan-Ausschreitungen
Ausschreitungen und Gewalt überschatten Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV
Am 21. März 2026 wurde das Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und dem Hamburger SV von schweren Ausschreitungen und Chaos begleitet. Die Polizei nahm 16 Verdächtige fest und verhängte gegen 152 Personen Stadionverbote, nachdem es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen rivalisierenden Fangruppen, Angriffen auf Beamte und mehreren Straftaten gekommen war.
Die Unruhen begannen bereits lange vor Anpfiff: Raubüberfälle, Pyrotechnik-Einsätze und eine gewaltsame Konfrontation in der Nähe des Signal Iduna Parks prägten den Vorabend. Bereits Stunden vor dem Spiel eskalierte die Lage. Gegen 14:00 Uhr ereigneten sich in der Dortmunder Innenstadt zwei bewaffnete Raubüberfälle, bei denen etwa zehn vermummte Fans des BVB Opfer bedrohten und Wertsachen stahlen.
Im Stadion verfolgten 81.365 Zuschauer – darunter 7.770 Auswärtsfans – die Partie. Doch die Stimmung kippte, als Unbekannte vor und während des Spiels Pyrotechnik zündeten. Die Polizei leitete im Nachgang 34 Ermittlungsverfahren ein, unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung und Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz.
Nach dem Abpfiff umstellten etwa 300 größtenteils vermummte Dortmund-Anhänger die Mannschaftsbusse des Hamburger SV. Sie warfen Signalraketen und Glasflaschen, blockierten die Fahrzeuge über einen längeren Zeitraum und zwangen die Einsatzkräfte zum Eingreifen. Dabei kam es zu 16 vorläufigen Festnahmen. Bisher wurden jedoch keine Anklagen wegen der gewaltsamen Blockade oder der Angriffe auf Polizisten erhoben.
Es war nicht der erste Vorfall dieser Saison: Bereits am 28. Januar hatte sich vor dem Champions-League-Spiel Dortmunds gegen Inter Mailand ein bewaffneter Raubüberfall ereignet. Und am 28. Februar versuchten Auswärtsfans des FC Bayern München, sich bei einem anderen Spiel gewaltsam Zugang zu verschaffen.
Die Dortmunder Polizei kündigte an, weiterhin konsequent gegen diejenigen vorzugehen, die Fußballspiele als Deckmantel für kriminelle Handlungen nutzen. Die 152 Stadionverbote und laufenden Ermittlungen zeigen eine klare Haltung gegen die Ausschreitungen. Die Behörden werten weiterhin Beweismaterial vom Spieltag aus – weitere rechtliche Schritte sind nicht ausgeschlossen.






