Chaos in NRW: Eltern kämpfen mit spontanen Schulschließungen wegen Glatteis
Klaudia GnatzEltern fordern frühere Informationen zu Schulschließungen in NRW - Chaos in NRW: Eltern kämpfen mit spontanen Schulschließungen wegen Glatteis
Eltern in Nordrhein-Westfalen kritisieren kurzfristige Schulschließungen wegen Glatteis
Eltern in Nordrhein-Westfalen haben die spät bekannt gegebene Schließung von Schulen wegen extremer Glätte scharf kritisiert. Der Landeselternverband der Grundschulen argumentierte, dass Familien frühere Warnungen benötigten, um die Kinderbetreuung zu organisieren. Die Entscheidung traf viele berufstätige Eltern unvorbereitet – die Nachricht wurde erst am Sonntagabend verbreitet, nur wenige Stunden, bevor die Schulen am Montag, dem 12. Januar 2026, geschlossen blieben.
Bildungsministerin Dorothee Feller hatte die Schulen bereits am Freitag auf mögliche Schließungen hingewiesen. Die endgültige Entscheidung für Fernunterricht fiel jedoch erst am Sonntag um 18 Uhr. Grund war weitverbreitetes Blankeis, das die Anreise für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte zu gefährlich machte.
Da die Schulen geschlossen blieben, stand am Montag nur eine Notbetreuung zur Verfügung. Der Elternverband bestand darauf, dass die erste Warnung am Freitag präziser hätte ausfallen müssen. Viele Eltern hatten bereits Arbeitsverpflichtungen für die Woche eingeganen und hatten kaum Zeit, sich umzustellen. Das Ministerium verteidigte den Zeitplan und verwies darauf, dass die Wettervorhersagen bis Sonntag unsicher gewesen seien. Dennoch betonten Familien, dass selbst eine vorläufige Warnung ihnen die Vorbereitung erleichtert hätte.
Die Schulschließungen brachten den Alltag tausender Familien durcheinander. Die Notbetreuung bot nur begrenzte Unterstützung, während der Fernunterricht mit kaum Vorlauf begann. Der Vorfall hat Forderungen nach einer besseren Kommunikation bei künftigen wetterbedingten Schließungen laut werden lassen.






