21 December 2025, 00:06

Cologne Housing Association GAG verschreibt Raumtemperatur für Mieter

Ein Schlafzimmer mit einem Bett, Nachttisch und Kleiderschrank.

Cologne Housing Association GAG verschreibt Raumtemperatur für Mieter

Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG schreibt Raumtemperaturen für Mieter vor

Teaser: 20 Grad tagsüber, 17 Grad nachts: Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft GAG hat die Heizung in fast allen ihren Wohnungen gedrosselt.

19. Dezember 2025, 17:25 Uhr

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Die Kölner Wohnungsbaugesellschaft (GAG) hält seit der Energiekrise 2023 in nahezu allen ihren Mietwohnungen die Heizleistung auf niedrigerem Niveau. Tagsüber werden nun 20 Grad Celsius vorgegeben, nachts sinkt die Temperatur auf 17 Grad. Einige ältere Mieter berichten jedoch, dass ihre Wohnungen durch die neue Regelung unangenehm kalt geworden seien.

Die Entscheidung zur Reduzierung der Heizleistung war erstmals während der Energiekrise 2023 eingeführt worden. Die GAG begründete den Schritt mit dem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und der Kontrolle steigender Kosten. In einem Schreiben mit dem Titel „Die Energiekrise gemeinsam meistern“ informierte das Unternehmen die Mieter über die neuen Vorgaben.

Einige Bewohner, darunter Jürgen Eil und Karin Weiland, gaben an, dass sich ihre Wohnungen zu kalt anfühlten. Nach einer Überprüfung der Heizungsrohre durch einen GAG-Techniker in ihrem Haus wurden ihre Wohnungen spürbar wärmer. Dennoch bleiben die Standardwerte für die meisten Mieter unverändert. Der Rechtsanwalt Jakob Kreutzer erklärte, dass Vermieter lediglich die gesetzlichen Mindesttemperaturen einhalten müssten – 20 bis 22 Grad tagsüber seien rechtlich ausreichend. Mieter hätten kein Anrecht auf höhere Temperaturen, auch wenn Kreutzer kritisierte, dass die GAG die Bewohner vor der Umsetzung der Änderungen nicht konsultiert habe.

Nur in den Demenz-Wohngruppen, Kindertagesstätten und Seniorenheimen der GAG werden die Temperaturen etwas höher gehalten: 23 Grad tagsüber und 20 Grad nachts. Unternehmenssprecher Jörg Fleischer betonte die Notwendigkeit von Kosteneffizienz bei gleichzeitiger Rücksichtnahme auf das Wohl der Mieter.

Die Heizpolitik der GAG bleibt vorerst bestehen, eine flächendeckende Anpassung ist nicht geplant. Während einige Mieter nach technischen Überprüfungen Verbesserungen feststellten, leben die meisten weiterhin mit den reduzierten Einstellungen. Das Unternehmen hält die Maßnahmen für notwendig, um die Kosten langfristig im Griff zu behalten.