Cyberangriff legt IT der Stadtwerke Detmold lahm – Kundenservice ausgefallen
Klaudia GnatzCyberangriff legt IT der Stadtwerke Detmold lahm – Kundenservice ausgefallen
Stadtwerke Detmold seit Sonntagabend von Cyberangriff betroffen
Die Detmolder Stadtwerke sind seit Sonntagabend Opfer eines Cyberangriffs. Durch den Vorfall sind sämtliche IT-Systeme ausgefallen, sodass Kunden weder Online-Dienste noch telefonische Services nutzen können. Trotz der Störungen bleiben die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser jedoch stabil.
Der Angriff hat zentrale Kundendienste lahmgelegt, darunter auch das Online-Portal. Routineaufgaben wie das Übermitteln von Zählerständen oder die Änderung von Lastschriftmandaten sind derzeit nicht möglich. Für dringende technische Probleme wurde eine Notfall-Hotline eingerichtet, doch die regulären Kommunikationswege sind weiterhin unterbrochen.
Die Ermittlungen führt das Landeskriminalamt (LKA) Nordrhein-Westfalen. Die Behörden prüfen derzeit, ob Kundendaten kompromittiert wurden. Das Unternehmen, das über 80.000 Menschen versorgt, konnte noch keinen Zeitpunkt nennen, wann der IT-Betrieb wieder vollständig aufgenommen wird.
Frühere Cyberangriffe auf deutsche kommunale Versorger zeigen, dass die Erholungszeiten stark variieren. So benötigte die Universität Gießen nach einem Emotet-Angriff im Jahr 2019 mehrere Wochen, um ihre Systeme wiederherzustellen. Der Energiekonzern Varta brauchte Anfang 2024 nach einem Hack etwa einen Monat, um die Produktion neu zu starten.
Der Ausfall behindert weiterhin die Verwaltungsabläufe, während die Energie- und Wasserversorgung stabil bleibt. Die Ermittler arbeiten daran, das Ausmaß des Angriffs und mögliche Risiken für die Daten zu klären. Ein Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung der Systeme steht noch aus.






