Deutschland: Besorgniserregende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo
Klaudia GnatzDeutschland: Besorgniserregende Aufnahmen aus dem Wuppertaler Zoo
Wuppertal: Beunruhigende Aufnahmen aus dem Zoo
Vorspann: Elefanten für kommerzielle Zwecke ausgebeutet: Videoaufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden und von PETA veröffentlicht wurden, zeigen, wie die Tiere im Wuppertaler Zoo von Tierpflegern gewaltsam unter Kontrolle gehalten, zum Posieren mit Besuchern gezwungen und zu Kunststücken dressiert werden. Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke und die Stadtratsfraktionen wurden von PETA informiert, zeigten jedoch kein Interesse an einem persönlichen Gespräch. Die Tierrechtsorganisation fordert daher die Zooleitung und die Stadt Wuppertal auf...
Veröffentlichungsdatum: 6. November 2018, 11:15 Uhr
Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine Elefanten zu misshandeln. Die Organisation behauptet, die Praktiken des Zoos verursachten den Tieren körperliche Schmerzen und seelisches Leid. Aufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie die Elefanten zu Kunststücken gezwungen und mit Besuchern zum Fotografieren aufgestellt werden.
PETA kritisiert insbesondere den Einsatz von Elefantenspießen – auch Bullhooks genannt – durch die Pfleger, um die Tiere zu kontrollieren. Dieses Werkzeug ist dafür bekannt, Schmerzen zuzufügen. Der Zoo verfolgt zudem einen „Direktkontakt“-Ansatz, bei dem Betreuer und Besucher eng mit den Tieren interagieren. Diese Methode erhöht das Risiko von Unfällen und Krankheitsübertragungen – sowohl für die Elefanten als auch für die Menschen.
Die Organisation übt zudem scharfe Kritik am Zuchtprogramm des Zoos, da in Gefangenschaft geborene Elefanten niemals in die Wildnis entlassen werden. Elefanten in Gefangenschaft entwickeln häufig schwere Verhaltensstörungen und sterben meist früher als Artgenossen in freier Natur. Besonders besorgniserregend ist für PETA der Fall des Elefantenbabys Tuffi, das bereits diesen Bedingungen ausgesetzt ist.
Der Wuppertaler Zoo generiert durch spezielle Elefanten-Events zusätzliche Einnahmen. PETA argumentiert jedoch, dass Zoos den komplexen Bedürfnissen dieser Tiere nicht gerecht werden können. Die Organisation fordert den Zoo und die Stadt Wuppertal nun auf, die Elefantenzucht und -importe zu verbieten. Langfristiges Ziel ist die vollständige Abschaffung der Haltung und der Übergang zu einem „geschützten Kontakt“-System, bei dem Pfleger und Elefanten durch Barrieren voneinander getrennt sind.
Zoodirektor Arne Lawrenz hat sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen bezüglich der Elefantenhaltung geäußert.
Mit ihrer Kampagne fordert PETA ein Ende der Elefantenhaltung im Wuppertaler Zoo. Die Organisation setzt sich für strengere Regelungen ein, um Zucht und Importe zu unterbinden, und strebt einen schrittweisen Ausstieg aus der Elefantenhaltung in Zoos an. Die aktuellen Praktiken des Zoos bleiben unter kritischer Beobachtung, während der Druck auf Veränderungen wächst.






