22 December 2025, 00:54

Digitalpakt 2.0: Solingen-Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

Ein Klassenzimmer mit Tischen, Stühlen, Laptops und Taschen, Menschen, die stehen und sprechen, ein Projektionsschirm, eine Holzwand und eine Tür im Hintergrund.

Digitalpakt 2.0: Solingen-Schulen begrüßen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

DigitalPakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen die Einigung – doch die Mängelliste bleibt lang

Solingen – Nach über einem Jahr Stillstand gibt es endlich Bewegung bei der digitalen Ausstattung der Schulen: Bund und Länder haben sich auf den DigitalPakt 2.0 geeinigt. In Solingen wird die Entscheidung grundsätzlich begrüßt – doch von Euphorie kann keine Rede sein. Zu viele Baustellen gibt es noch, zu viele Geräte, die seit Langem kaputt in den Regalen stehen.

Solingen begrüßt die Verabschiedung des DigitalPakt 2.0, mit dem Bund und Länder die digitale Infrastruktur an Schulen fördern wollen. Doch die Reaktion fällt verhalten aus, denn die Stadt kämpft weiterhin mit veralteter Technik und einem Berg defekter Geräte. Vertreter der Kommune betonen, dass der neue Pakt zwar hilfreich sei, das Ausmaß der anstehenden Probleme aber kaum vollständig lösen könne.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Monatelang hatten Solinger Schulen mit Unsicherheit zu kämpfen, nachdem Verzögerungen bei der Finanzierung dringende Reparaturen und Neuanschaffungen blockiert hatten. Die Frustration wuchs, als veraltete Technik den Unterricht behinderte und Lehrer wie Schüler ohne zuverlässige Arbeitsmittel dastanden. Der neue Pakt bietet nun eine fünfjährige Finanzplanung und gibt der Stadt damit eine klarere Perspektive für Modernisierungsvorhaben.

Doch das Budget des DigitalPakt 2.0 fällt geringer aus als das seines Vorgängers – und die Länder können ihre eigenen Ausgaben von den Bundesmitteln abziehen. Das könnte die verfügbaren Mittel für Neuinvestitionen schmälern und die Schulen mit weniger Ressourcen zurücklassen als erwartet. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), eine Lehrergewerkschaft, warnt, dass es nicht ausreiche, lediglich defekte Geräte zu ersetzen. Vielmehr brauchten die Schulen moderne Unterrichtsmethoden, eine KI-taugliche Infrastruktur und gezielte Fortbildungen für das Lehrpersonal. Der VBE fordert eine schnellere, bürokratiearme Verteilung der Gelder sowie klarere Vorgaben, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Zudem plädiert er für frühzeitige Gespräche über einen DigitalPakt 3.0, um nach Ablauf der aktuellen Vereinbarung keine neue Finanzierungslücke entstehen zu lassen. Digitale Bildung, so die Argumentation, sei kein kurzfristiges Projekt, sondern eine dauerhafte Aufgabe, die kontinuierliche finanzielle Unterstützung erfordere.

Mit dem DigitalPakt 2.0 kann Solingen nun längst überfällige Aufrüstungen angehen. Die fünfjährige Förderperiode schafft Planungssicherheit – doch Sorgen bleiben: über gekürzte Budgets und die Gefahr künftiger Engpässe. Die Schulen brauchen mehr als nur Reparaturen; sie müssen moderne Systeme aufbauen, um mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten.