Dormagen leuchtet im November gegen die Todesstrafe – ein starkes Zeichen der Menschlichkeit
Branko TlustekDormagen leuchtet im November gegen die Todesstrafe – ein starkes Zeichen der Menschlichkeit
Dormagen beteiligt sich im November an der weltweiten Kampagne „Städte für das Leben” gegen die Todesstrafe
Vom 28. bis zum 30. November wird das Neue Rathaus in Dormagen in Lila erstrahlen – als Zeichen der Solidarität mit der internationalen Bewegung, die sich für die Abschaffung der Todesstrafe einsetzt. Die Initiative argumentiert, dass die Hinrichtung von Menschen gegen die Menschenwürde verstößt und daher kein Platz in einer modernen Gesellschaft haben darf.
Obwohl die Todesstrafe in vielen Ländern noch immer legal ist, gewinnt die Debatte über ihre Abschaffung zunehmend an Fahrt. 2024 verabschiedete die UN-Generalversammlung eine Resolution, in der sie die Staaten zur Abschaffung aufforderte – 130 Länder unterstützten den Vorstoß. Während Japan weiterhin vereinzelte Hinrichtungen durchführt, aber gleichzeitig über Reformen diskutiert, bestätigte Südkoreas Verfassungsgericht 2024 die Verfassungsmäßigkeit der Todesstrafe – auch wenn das Land seit 1997 keine Exekutionen mehr vollstreckt hat. In den USA wird in Bundesstaaten wie Kalifornien über ein Verbot debattiert, und auf Bundesebene ruhen Hinrichtungen weiterhin.
Doch in einigen Regionen nimmt die Zahl der Todesurteile und Exekutionen sogar zu. Länder wie Pakistan, Vietnam und Japan haben ihre Gesetze zur Todesstrafe kürzlich überarbeitet. Trotz dieser Rückschläge haben sich fast 300 deutsche Städte dem Netzwerk „Städte für das Leben” angeschlossen, um ein gemeinsames Zeichen gegen diese Praxis zu setzen. Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld betonte, die Todesstrafe stehe im Widerspruch zu grundlegenden Werten. Die Stadt zeigt Flagge, indem sie das Neue Rathaus in Lila illuminiert – die Farbe steht symbolisch für die Botschaft der Kampagne: die unveräußerliche Würde jedes menschlichen Lebens zu verteidigen.
Der Aktionstag am 30. November wird den wachsenden globalen Widerstand gegen die Todesstrafe in den Fokus rücken. Dormagens Engagement verstärkt den Druck auf jene Staaten, die an der Praxis festhalten. Die UN-Resolution und das Engagement der Städte spiegeln einen Wandel in der weltweiten Haltung zu diesem Thema wider.






