24 January 2026, 00:21

Duisburg gedenkt 81 Jahre nach Auschwitz mit bewegendem Schülerprojekt

Eine große Anzahl rechteckiger Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Gittermuster auf einem geneigten Feld angeordnet sind, mit einer ernsten Atmosphäre.

Duisburg gedenkt 81 Jahre nach Auschwitz mit bewegendem Schülerprojekt

Ökumenischer Gedenkgottesdienst in Duisburg: 81 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz

Am 25. Januar 2025 findet in der Salvatorkirche in Duisburg ein besonderer ökumenischer Gedenkgottesdienst statt. Die Veranstaltung markiert den 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz und würdigt die Opfer des Nationalsozialismus. Eine zentrale Rolle übernehmen dabei Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums, die im Rahmen der Feier einen historischen NS-Prozess nachstellen werden.

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Der Gottesdienst beginnt um 16:00 Uhr und wird von lokalen Kirchen und Initiativen organisiert, darunter die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Evangelische Kirchenkreis sowie die Katholische Stadtkirche Duisburg. Stadtdechant Pastor Andreas Brocke, Pastor Martin Winterberg und Pfarrerin Sarah Süselbeck leiten die Veranstaltung, die sich mit den Themen Gerechtigkeit, Verantwortung und Wiedergutmachung in der heutigen Welt auseinandersetzt.

Die Schülerinnen und Schüler des Landfermann-Gymnasiums – ausgezeichnet als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ – inszenieren eine gerichtliche Rekonstruktion des Prozesses gegen Johannes Kühnemann. Der NS-Täter war wegen mehrfachen Mordes in Auschwitz angeklagt. Die Nachstellung regt die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu an, sich zu fragen: „Wie hätte ich Gerechtigkeit walten lassen?“ Sie setzen sich dabei mit den Perspektiven von Opfern und Zeugen auseinander und beschäftigen sich intensiv mit der Geschichte des Holocaust. In der Predigt wird die anhaltende Bedeutung dieser Themen vertieft. Pfarrerin Süselbeck lobte das Engagement der Jugendlichen und betonte deren Bereitschaft, sich mit schwierigen Fragen zu Menschlichkeit und Verantwortung auseinanderzusetzen.

Der Gedenkgottesdienst soll das Andenken an den Holocaust bewahren und jungen Menschen eine Stimme geben. Durch die Prozessnachstellung und Diskussionen fordert die Veranstaltung die Teilnehmenden auf, über Gerechtigkeit und Verantwortung nachzudenken. Die Organisatoren hoffen, dass die Feier zu einem fortwährenden Dialog über die Vergangenheit und ihre Lehren für die Gegenwart anregt.