10 April 2026, 20:12

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit stummem Marsch und Schülerprogramm

Ein Denkmal für die Opfer des Zweiten Weltkriegs (1939-1945) steht vor einem Gebäude, umgeben von Pflanzen, Fahrzeugen, Strommasten und nahen Häusern unter einem bewölkten Himmel.

Duisburg gedenkt der Novemberpogrome 1938 mit stummem Marsch und Schülerprogramm

Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome 1938

Am Montag, dem 10. November, um 18 Uhr findet im Duisburger Rathaus eine Gedenkfeier zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome vom 9. November 1938 statt. Die Veranstaltung wird von der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft organisiert. Schülerinnen und Schüler aus der gesamten Stadt wirken an der Gedenkveranstaltung mit und gestalten sowohl das Programm als auch einen stummen Marsch zu historischen Orten der Stadt.

Im Mittelpunkt der Feier steht das Motto "Füreinander einstehen". Oberbürgermeister Sören Link wird die Hauptrede halten. Im Anschluss schließen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einem schweigsamen Zug an, angeführt vom Oberbürgermeister. Die Prozession führt vorbei an den Stolpersteinen – den Messingtafeln im Boden, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern – und endet an der hinteren Stadtmauer am Kuhlenwall, wo ein Kranz niedergelegt wird.

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Schülerinnen und Schüler der Heinrich-Heine-Gesamtschule und des Krupp-Gymnasiums haben in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Erinnerungskultur, Menschenrechte und Demokratie (ZfE), dem Stadtarchiv und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit das Begleitprogramm gestaltet. Die musikalische Umrahmung des Abends übernimmt die Schülerschaft des St.-Hildegardis-Gymnasiums.

Die Gedenkstätte am Rabbiner-Neumark-Weg bleibt während der Veranstaltung aufgrund laufender archäologischer Ausgrabungen geschlossen. Dennoch wird der stumme Marsch die Opfer der Pogrome ehren, während die Teilnehmenden an den besuchten Orten über deren historische Bedeutung nachdenken.

Die Gedenkveranstaltung vereint Schulen, Kulturinstitutionen und Vertreter der Zivilgesellschaft, um der Ereignisse von 1938 zu gedenken. Durch Redebeiträge, Musik und den symbolträchtigen Marsch würdigt die Stadt die Opfer der Gewalt. Gleichzeitig unterstreicht die Feier die Bedeutung gemeinschaftlichen Erinnerns und solidarischen Handelns in der Gegenwart.

Quelle