11 April 2026, 02:12

Escape Room in Marl lässt Besucher Geflüchteten-Schicksale hautnah erleben

Plakat, das kostenlose Gebühren für über 1.000 Coursera-Kurse für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen halten.

Escape Room in Marl lässt Besucher Geflüchteten-Schicksale hautnah erleben

Ein ungewöhnliches Escape Room in Marl hilft Anwohner:innen, die Kämpfe von Geflüchteten nachzuvollziehen. Die interaktive Ausstellung mit dem Titel "Unbekannte Unbehagen" versetzt die Teilnehmer:innen in die Rolle von Asylsuchenden, die sich in einem fremden System zurechtfinden müssen. Nach der aktuellen Spielphase zieht das Projekt im Rahmen einer größeren Aufklärungskampagne nach Duisburg weiter.

Der im insel-VHS-Bildungszentrum eingerichtete Escape Room simuliert die Herausforderungen, denen Geflüchtete im fiktiven Land "Fremdistan" gegenüberstehen. Die Spieler:innen müssen unter Zeitdruck Aufgaben bewältigen – etwa Formulare in einer unbekannten Sprache ausfüllen oder Rätsel lösen, um Aufenthaltstitel zu erhalten. Die Erfahrung soll die alltäglichen Schwierigkeiten verdeutlichen, mit denen Neuankömmlinge konfrontiert sind.

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Marls Bürgermeister Thomas Terhorst nahm kürzlich an der Simulation teil, die für die Lokalzeit des WDR gefilmt wurde. Vor dem Betreten wurde er im Kontrollraum über die Spielmechanik informiert. Im Anschluss bat der WDR ihn, seine Eindrücke von dem Erlebnis zu schildern.

Das Projekt ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Marl und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Organisiert von "Flüchtlingshilfe Bonn" zielt die Ausstellung darauf ab, Empathie zu fördern und den Dialog zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen anzuregen. Indem es die Herausforderungen greifbar macht, regt es die Teilnehmer:innen zum Nachdenken über die Realität eines Neuanfangs in einem fremden Land an.

Die Ausstellung "Unbekannte Unbehagen" wird bald nach Duisburg umziehen und dort ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen. Durch solche interaktiven Erlebnisse hoffen die Veranstalter:innen, ein nachhaltiges Verständnis zu schaffen. Die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und Hilfsorganisationen sichert dem Projekt eine größere Reichweite.

Quelle