11 February 2026, 06:29

Duisburgs dunkles Erbe: Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus unter der Lupe

Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, mit handgeschriebenem Text auf seinen Seiten.

Duisburgs dunkles Erbe: Zwangssterilisationen im Nationalsozialismus unter der Lupe

Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen in Duisburg während der NS-Zeit

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Am Donnerstag, dem 19. Februar, findet in Duisburg ein kostenloser öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit statt. Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen wird die Diskussion im DenkStätte-Gedenkort im Gebäude des Stadtarchivs leiten.

Die Veranstaltung beginnt um 18:15 Uhr in der Karmelplatz 5 im Duisburger Innenhafen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich – die Teilnehmerzahl ist jedoch auf 60 Personen begrenzt.

Im Mittelpunkt des Vortrags steht das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses", das am 14. Juli 1933 in Kraft trat und bis 1945 angewendet wurde. Kern wird dessen politische, soziale und rechtliche Auswirkungen in Duisburg analysieren und dabei auf statistische Entwicklungen sowie Fallbeispiele eingehen. Zwar liegen keine genauen Zahlen zu Zwangssterilisationen in der Stadt vor, doch regionale Daten – wie über 1.500 Eingriffe im Raum Bethel – bieten einen Einblick in das Ausmaß der Praxis.

Zudem wird der Referent untersuchen, wie lokale Gerichte, darunter solche des Oberlandesgerichts Hamm, das Gesetz umsetzten. Zwar sind keine Duisburger Einzelfälle in den verfügbaren Quellen belegt, doch die Veranstaltung beleuchtet die administrativen und juristischen Strukturen hinter dieser Politik.

Der Vortrag wirft einen detaillierten Blick auf ein dunkles Kapitel der Duisburger Geschichte unter dem Nationalsozialismus. Ohne Voranmeldung und kostenfrei zugänglich, soll er der Öffentlichkeit die Durchsetzung der Zwangssterilisationsgesetze in der Region näherbringen. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 Personen begrenzt.